Recht auf Waffen

US-Pfarrer will Gottesdienst mit Waffen

Auch ein Pistole wird verlost

Auch ein Pistole wird verlost

In Louisville im US-Bundesstaat Kentucky hat ein Pfarrer seine Gemeinde eingeladen, bewaffnet zum Gottesdienst zu kommen.

Damit will sich Ken Pagado nach US-Medienberichten für das Recht zum Tragen von Waffen einsetzen und den "verantwortungsvollen Umgang" mit ihnen fördern.

Vorbehalte gegenüber Waffen seien eine "ungesunde Paranoia", begründete der Geistliche seine Einladung zu einer "Open Carry Celebration" am 27. Juni - einem Gottesdienst, bei dem Waffen offen getragen werden können. Allerdings dürfen sie nicht geladen und müssen sicher in einem Holster verstaut sein, betont Pagano.

Bei der Veranstaltung soll zudem eine Pistole verlost werden, patriotische Musik gespielt und Besitzer von Waffenläden und Schiessständen zu Wort kommen, berichtete die Zeitung "Courier-Journal".

Eines der wichtigsten Motive seien Sorgen von Hobbyschützen, US-Präsident Barack Obama könnte das Tragen von Waffen per Gesetz erschweren, sagte der Geistliche, dessen Gemeinde den Angaben zufolge zwischen 125 und 150 Mitglieder hat.

Gegen die Idee des Pfarrers, der den Angaben zufolge einst Marine-Infanterist war, regt sich durchaus Kritik, auch von anderen Geistlichen "Das ist ein Rückschritt in den Wilden Westen", meint James Tennyson gegenüber dem Lokalsender WAVE3.

Dessen Organisation bemüht sich in Louisville mit Rückkaufprogrammen darum, die Zahl der Waffen in der Öffentlichkeit zu verringern. Pistolen und Revolver in ein Gotteshaus zu bringen, selbst wenn sie nicht geladen sind, sende das falsche Signal aus, sagte Tennyson.

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