US-Kampfflugzeuge verfolgen stundenlang ein Kleinflugzeug

Eine Cessna 172

Eine Cessna 172

US-Kampfflugzeuge haben sieben Stunden lang über Hunderte von Kilometern ein verdächtiges Kleinflugzeug verfolgt, das aus Kanada in die USA eingedrungen war.

Nach Medienberichten hatte der Pilot die Cessna 172 aus einer Flugschule in Thunder Bay (Ontario) gestohlen. Er landete schliesslich am Montagabend (Ortszeit) im US-Bundesstaat Missouri und wurde von der Bundespolizei FBI festgenommen. Das amerikanische Luftverteidigungskommando (NORAD) in Colorado sprach von einer "sehr ernsten Situation".

Über das Motiv des 31-jährigen gebürtigen Türken mit kanadischer Staatsbürgerschaft herrscht Unklarheit. Der inzwischen vom FBI identifizierte Mann hatte sich am Montagnachmittag mit der viersitzigen Maschine auf den Weg gemacht und wurde auf seinem gesamten Weg von der kanadisch-amerikanischen Grenze bis zum Landeort von zwei F-16-Kampfflugzeugen verfolgt.

Als er über Madison, die Hauptstadt von Wisconsin, flog, wurde das dortige Kongressgebäude vorsichtshalber evakuiert.

Nach NORAD-Angaben vollführte der Pilot während seines Flugs ziellose Manöver. Mal sei er hoch und dann wieder niedrig geflogen. Der Mann habe zwar signalisiert, dass er die Kampfjets gesehen habe, aber habe nicht mit den Piloten kommuniziert und Signale, ihnen zu folgen, ignoriert.

Der Mann, der nach Medienberichten in Thunder Bay einige Flugstunden genommen hatte, landete schliesslich auf einem Feldweg nahe Poplar Buff im südwestlichen US-Staat Missouri. Er flüchtete zunächst zu Fuss, wurde dann aber nach einer kurzen Verfolgungsjagd von der Polizei festgenommen.

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