Flugzeugabsturz

US-Geisterflugzeug stürzt vor Jamaika ins Meer - Ehepaar tot

Immobilienunternehmer Larry Glazer in einer Aufnahme von 2010

Immobilienunternehmer Larry Glazer in einer Aufnahme von 2010

Beim Absturz eines kleinen Privatflugzeug vor der jamaikanischen Küste ist ein Ehepaar aus den USA ums Leben gekommen. Vor dem Absturz irrte die Maschine stundenlang und über rund 2800 Kilometer durch die Luft, ohne dass der Pilot kontaktiert werden konnte.

Der Immobilienentwickler Larry Glazer und seine Frau Jane waren die einzigen Menschen an Bord, wie der Anwalt der Familie, Mitch Nusbaum, am Freitag im Fernsehsender NBC sagte. Die US-Küstenwache suchte nach dem Wrack.

Mit dem Piloten habe kein Kontakt aufgenommen werden können, teilte die US-Luftüberwachung mit. Laut der Flugsicherungsbehörde FAA fiel das Flugzeug gut 22 Kilometer vor Jamaika ins Meer. Experten vermuteten, dass der Pilot aufgrund von Sauerstoffmangel bewusstlos geworden war.

Das Ehepaar war am Morgen in Rochester mit dem Ziel Naples in Florida gestartet. Als die Bodenkontrolle keine Reaktion mehr aus dem Cockpit erhielt, liess das Luftwaffenkommando Norad das Flugzeug von zwei F-15-Kampfjets begleiten.

Erst als es am Nachmittag in den kubanischen Luftraum eindrang, drehten die Militärflugzeuge ab. Die beiden Länder haben keine diplomatischen Beziehungen. Auch die kubanische Bodenkontrolle erhielt nach Medienberichten keine Rückmeldung des Piloten.

Die einmotorige Maschine flog weiter in Richtung Jamaika. Dann muss ihr nach ersten Erkenntnissen der Treibstoff ausgegangen sein. Das Flugzeug hat nach Herstellerangaben eine Reichweite von gut 2800 Kilometern. Zwischen dem Abflugort und der Absturzstelle liegen nach einer Berechnung mit Google Maps knapp 2800 Kilometer.

Larry Glazer war der Gründer des Immobilienunternehmens Buckingham Properties und erfahrener Pilot. "Die Glazers waren innovative und grosszügige Menschen, die die Innenstadt von Rochester wiederbeleben und ihre geliebte Stadt zu einem besseren Ort machen wollten", hiess es in dem Kondolenzschreiben des Gouverneurs des US-Bundesstaats New York, Andrew Cuomo.

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