Kreditkartenbetrug

US-Behörden decken grössten Kreditkartenbetrug aller Zeiten auf

Kreditkarten-Schild (Symbolbild)

Kreditkarten-Schild (Symbolbild)

In den USA ist der bislang grösste Fall von Kreditkartendaten-Diebstahl ans Licht gekommen. Die US-Behörden beschuldigen drei Computerhacker, mehr als 130 Millionen Kredit- und Bezahlkartennummern gestohlen zu haben.

Bei einer Verurteilung drohen den drei Männern bis zu je 35 Jahre Haft und hohe Geldstrafen. Die Angeklagten, ein 28-jähriger US-Amerikaner und seine zwei russischen Komplizen, hatten seit Oktober 2006 Hacker-Angriffe verübt, wie die zuständige Staatsanwaltschaft mitteilte. Dabei hätten sie ausgefeilte Techniken angewendet, um die Firewalls der Unternehmen zu umgehen.

Besonders pikant: Nachdem der 28-jährige Albert G. 2003 wegen millionenfachen Datenklaus gefasst worden war, hatte ihn der US-Geheimdienst laut des "Wall Street Journal" zeitweise als Informanten und freien Mitarbeiter engagiert. Der Mann aus Miami sollte helfen, Hacker und andere Internet-Kriminelle aufzuspüren.

Die Zusammenarbeit sei beendet worden, nachdem US-Ermittler festgestellt hätten, dass G. auch Verdächtige und Kriminelle über polizeiliche Ermittlungen informierte. Im Mai 2008 wurde er wegen Datendiebstahls bei einer Restaurant-Kette erneut verhaftet. Wegen dieser Straftat muss er sich noch in diesem Jahr vor einem New Yorker Gericht verantworten.

Betroffen waren vor allem Kunden des Kreditkartendienstleisters Heartland Payment Systems und der Einzelhandelskette 7-Eleven. Beide Unternehmen hatten den Einbruch in ihre Zahlungssysteme bereits eingeräumt. Bislang war der Umfang des Datendiebstahls aber nicht bekannt.

Die gestohlenen Daten schickten die Hacker laut Staatsanwaltschaft an Computerserver in Lettland, in den Niederlanden, den USA und in der Ukraine. Raffiniert habe das Team danach seine Spuren verwischt.

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