Ursula Meiers Film «Home» gewinnt drei Quartze in Luzern

Ursula Meier wird in Luzern geehrt

Ursula Meier wird in Luzern geehrt

Der Favorit «Home» hat sich in der Königskategorie bei der Verleihung des Schweizer Filmpreises durchgesetzt: Das vielgelobte Werk von Ursula Meier wurde in Luzern zum besten Schweizer Film 2009 gekürt.

Zuvor hatte "Home" bereits die Preise für das beste Drehbuch (Ursula Meier, Antoine Jaccoud) und das beste schauspielerische Nachwuchstalent (Kacey Klein Mottet) gewonnen. Das Drama um eine Familie, deren Idylle empfindlich gestört wird, läuft derzeit in den Deutschschweizer Kinos.

Dominique Jann entschied derweil das Rennen um den Quartz für den besten Schweizer Filmschauspieler für sich. Er wurde für seine Rolle im Film "Luftbusiness" geehrt. Nils Althaus ("Happy New Year") und Raphael Carlucci ("Zufallbringen") gingen leer aus.

In seiner originellen Rede dankte Jann einer langen Liste von Leuten, etwa Hebammen und "allen alten Menschen, deren Mundwinkel nach oben zeigen".

Céline Bolomey gewann den Preis als beste Darstellerin. Sie setzte sich mit ihrer Rolle im Film "Du bruit dans la tête" gegen Natacha Koutchoumov ("Un autre homme") und Alexandra Prusa ("Räuberinnen") durch.

Bolomey rief die Filmschaffenden bei der Verleihungszeremonie für den Schweizer Filmpreis, den Quartz, in Luzern dazu auf, auch in Zeiten in denen die Finanzierung eines Filmes schwieriger werde, ihre Projekte weiter zu verfolgen.

Den Quartz für den besten Kurzfilm erhielt Lorenz Merz für "Un dìa y nada" - aus den Händen von Reto Caffi, der nach seinem Oscar-Abenteuer in den USA noch gegen den Jetlag zu kämpfen hatte, wie er selbst sagte.

Bei der Kategorie Dokumentarfilm setzte es eine kleine Überraschung ab. Nicht der favorisierte Film "La Forteresse" holte den Quartz, sondern "No More Smoke Signals" von Fanny Bräuning.

Marcel Vaid wurde für seine Musik zum anspruchsvollen Drama "Zara" geehrt. Als erste hatte in Luzern Jadwiga Kowalska die Auszeichnung für den besten Trickfilm erhalten.

Der Spezialpreis der Jury ging an Danilo Catti, der im Dok-Film "Giù le mani" den Streik in der von der Schliessung bedrohten Lokomotivwerkstätte von Bellinzona festgehalten hat.

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