Unwetter sei dank! Im Aargau gibts wieder mehr Tiere und Pflanzen

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Seit dem Jahrhundertsturm Lothar wächst im Aargau die Artenvielfalt wieder: Weil der Sturm den Wald abholzte, drang wieder vermehrt Licht auf den Waldboden. Damit verbesserten sich die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen deutlich.

Die Artenvielfalt im Kanton Aargau verzeichnet einen Aufwärtstrend. Ausgedrückt wird die Veränderung der Artenvielfalt anhand des Kessler-Index, welcher mit 100 Punkten startete und nun bei 110 Punkten steht.

Der kantonale Aufwärtstrend verläuft in den verschiedenen Lebensräumen unterschiedlich

Der Wald weist seit Anbeginn die höchste Artenvielfalt aus und steigerte diese deutlich. Dies ist zum einen wohl auf den Jahrhundertsturm Lothar von 1999 zurückzuführen, der vermehrt Licht und damit verbesserte Lebensbedingungen für etliche Pflanzen und Tiere in den Wald brachte.

Positiv ist der Trend auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die von Bund und Kanton geförderte Einrichtung ökologischer Ausgleichsflächen zeigt offenbar Wirkung. Zurückgegangen hingegen ist die Artenvielfalt im Siedlungsgebiet. Hier fordern die zunehmende Verdichtung und Versiegelung des Bodens ihren Tribut.

500 Messpunkte im ganzen Kanton

Seit zehn Jahren erhebt der Kanton Aargau an rund 500 regelmässig über den Kanton verteilten Messpunkten die Vielfalt ausgewählter Arten der Flora und Fauna. Stellvertretend für die gesamte Artenvielfalt werden die Bestände von Brutvögeln, Pflanzen, Schnecken und Schmetterlingen erfasst.

Die Messpunkte befinden sich im Wald, auf landwirtschaftlich genutztem Land und im Siedlungsgebiet - sie repräsentieren die durchschnittliche Aargauer Landschaft.

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