Unterwegs vom fôret noir nach Chexbres
Unterwegs vom fôret noir nach Chexbres

Das Ehepaar Paley aus dem Waadtland schätzt und mag die Freiheit und Unabhängigkeit des Campierens. Um 8.30 Uhr sitzt es gemütlich beim Zmörgele unter dem Vordach des Wohnmobils, während rundherum noch vorwiegend schlaftrunkene Ruhe herrscht.

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Aargauer Zeitung

Rosmarie Mehlin

Das VD-Kennzeichen am Camper macht neugierig: Warum wohl haben die Besitzer den Röstigraben übersprungen? «Weil wir eine Woche Ferien im Schwarzwald verbracht haben», verrät Jean-Louis Paley aus dem waadtländischen Chexbres, während seine Frau Marlyse voll Genuss in eine dick mit Honig bestrichene Brotschnitte beisst.

Im Schwarzwald hätten sie jeden Tag woanders Station gemacht. «C' était superbe», strahlt Madame Paley und ihr Mann fügt ergänzend hinzu, dass es ihnen ganz besonders in Staufen und in Gengenbach gefallen habe, und «au ‹Hirschen› à Staufen on mange formidable.» Als sie am Montagnachmittag auf der Heimreise aus dem fôret noir bei Bad Zurzach gemütlich den Rhein überquert hätten, sei ihnen das Schild «Camping» ins Auge gestochen. Kaum hatte es das Wohnmobil parkiert, hatte das Ehepaar sich zur Erfrischung in die Fluten gestürzt - nicht des Rheins, sondern in jene des benachbarten Regibades: «Une très belle piscine.»

Wie Jean-Louis Paley, der an der Oberstufe und an einem Lehrerseminar Werkunterricht erteilt, weiter berichtet hätten sie sehr oft Campingferien in Frankreich und Italien verbracht, als ihre beiden nun erwachsenen Kinder noch kleiner waren. Darüber, was den Reiz des Campierens ausmache, ist das Paar zunächst uneins: «La liberté», sagt sie, «l' indépendance» er. Am Ende sind sie sich einig, dass beides zusammen den Nagel auf den Kopf trifft.

Den 1. August werden die Paleys nicht auf einem Campingplatz, sondern in Pidoux am Lac de Bret verbringen: «Dort feiern vier Gemeinden gemeinsam, wobei es für alle gratis Wurst gibt», freuen sie sich schon.

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