Doris Koch
Unterwegs mit der Bestatterin

Die Bestatterin Doris Koch überführte einen Leichnam von Wohlen nach Italien. Das Schweizer Fernsehen begleitete die Wohlerin bei der Rückführung.

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Unterwegs mit der Bestatterin

Unterwegs mit der Bestatterin

Dino Nodaris

Dino Nodari

Doris Koch (54) ist Expertin, wenn es um den Tod geht. Die leidenschaftliche Bestatterin begegnet durchschnittlich 20 Toten im Monat, die sie so schön wie möglich herrichtet, bevor Familie und Freunde der Verstorbenen Abschied nehmen. Das letzte Bild einer Person sei sehr wichtig für die Angehörigen, um den Verlust besser zu verarbeiten, sagt sie. Die tägliche Beschäftigung mit Toten und trauernden Menschen haben mit der Zeit auch ihr Verhältnis zum eigenen Tod verändert.

Die Sendung

«Doris Koch - ein Leben mit Toten» über die Arbeit der Wohler Bestatterin wird am Mittwoch, 29. April, um 22.20 Uhr auf SF1 ausgestrahlt.

Unterwegs nach Italien

Ein besonderes Ereignis im Leben der Bestatterin ist es, wenn sie mit dem Leichenwagen auf die Reise geht. Das kommt nur ein- bis zweimal im Jahr vor, Reporterin Christina Pollina hat Doris Koch in ihrem Alltag in Wohlen und auf dem langen Weg mit dem Leichenwagen in den tiefen Süden Italiens begleitet - im Kofferraum einen Sarg, im Sarg eine verstorbene Frau.

«Scheu abgelegt»

Insgesamt ein Jahr stand die Journalistin Christina Pollina mit den Schwestern Koch in Kontakt. «Dabei habe ich viel über den Tod gelernt und auch meine anfängliche Scheu abgelegt», erklärt sie. Beim Dreh habe es berührende Momente gegeben, in denen Doris Koch mit den Angehörigen von Verstorbenen mitgeweint, dabei aber ihre Professionalität nie verloren habe. «Es war diese Menschlichkeit und Bodenständigkeit, die mir sehr gut gefallen hat.»