Die Ermittler fanden Anzeichen dafür, dass die Nase der Maschine nach unten gedrückt wurde, wie die äthiopische Transportministerin Dagmawit Moges am Donnerstag in Addis Abeba sagte. Man empfehle dem Hersteller, dass das Flugsteuerungssystem untersucht werde.

Auch sollten Luftfahrtbehörden dieses System untersuchen, bevor die Maschine des Typs wieder fliegen könnte. Beim Absturz Absturz der Maschine der Ethiopian Airlines unweit von Addis Abeba kamen alle 157 Menschen an Bord ums Leben.

Das Unglück hat den US-amerikanischen Flugzeughersteller Boeing und die US-Luftfahrtbehörde FAA stark unter Druck gebracht. Im Fokus steht vor allem eine umstrittene Steuerungssoftware, die bereits beim Crash einer baugleichen Boeing in Indonesien als eine mögliche Ursache gilt, bei dem Ende Oktober 189 Menschen starben.

Unfallermittler gingen bei dem Crash davon aus, dass die eigens von Boeing für die neue Flugzeugreihe 737 Max entwickelte Steuerungssoftware MCAS ein wichtiger Auslöser des Unglücks gewesen sein könnte. Der Bordcomputer soll die Nase der Lion-Air-Maschine automatisch immer wieder nach unten gedrückt haben, während die Crew gegenzusteuern versuchte.

Nicht nur Boeing, auch die FAA steht nach den beiden Abstürzen massiv in der Kritik. Die Behörde wird verdächtigt, bei der Zertifizierung der 737 Max ein Auge zugedrückt zu haben, wichtige Teile der Sicherheitsprüfungen wurden dem Konzern selbst überlassen.