Von den inzwischen seit fast zwei Wochen andauernden Überschwemmungen sind rund 15 Millionen Menschen betroffen. "In der Erinnerung findet sich kein vergleichbares Drama. Es sind die schlimmsten Überflutungen aller Zeiten in Pakistan", sagte Ripert in einem Bericht des deutschen Senders ARD vom Montag.

In den vergangenen zwei Wochen kamen in Pakistan mindestens 1600 Menschen in den Fluten ums Leben. Angesichts der Katastrophe bittet die pakistanische Regierung um internationale Hilfe.

Ripert sagte, er werde den UNO-Mitgliedstaaten von der Katastrophe berichten und hoffe auf auf Gelder für die Hilfe und den Wiederaufbau in den Flutgebieten. Nötig sei nun eine "langfristige Anstrengung".

Nach den Worten Riperts kann sich die Lage in den Flutgebieten in den kommenden Wochen jedoch noch verschlimmern. "Wir befinden uns erst am Anfang der Monsunsaison", warnte er. "Jeder hat grosse Angst vor mehr heftigen Regenfällen bis Ende des Monats." Durch Erdrutsche wurden bereits zahlreiche Strassen verschüttet und die Rettungseinsätze weiter erschwert.

Auch das benachbarte Indien und China leiden in diesem Jahr als Folge immer neuer schwerer Regenfälle unter starken Überschwemmungen. In China kamen bislang mehr als 2100 Menschen ums Leben oder werden vermisst. Mindestens zwölf Millionen Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Nach schweren Erdrutschen im Nordwesten des Landes suchten am Montag tausende Rettungskräfte weiter nach Überlebenden. Da es in der Region keine Bagger und andere grosse Einsatzfahrzeuge gab, bemühten sich die Einsatzkräfte mit Schaufeln und teils blossen Händen darum, Überlebende aus den Geröllmassen zu befreien.