Flutkatastrophe

UNICEF verdreifacht bisherigen Hilfsappell auf 141 Millionen Dollar

Viele Kinder sind krank

Viele Kinder sind krank

Die Zahl der Betroffenen in den Flutgebieten in Pakistan steigt weiter an. Die Vereinten Nationen gehen mittlerweile von vier Millionen Obdachlosen aus. Um die Bedürfnisse der Menschen zu decken braucht es mehr Geld als ursprünglich angenommen.

Die bisher von der UNO beantragten 460 Millionen Dollar an Nothilfe dürften nicht ausreichen. Es gebe eine "grosse Wahrscheinlichkeit", dass mehr Mittel benötigt würden, sagte der Sprecher des UNO-Büros zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten in Islamabad, Maurizio Giuliano.

Giuliano sagte am Donnerstag, nach neuen Schätzungen bräuchten acht Millionen Menschen in Pakistan dringend Hilfe - zwei Millionen mehr als bisher angenommen. Die Zahl der Obdachlosen verdoppelte sich auf über vier Millionen.

Eine internationale Konferenz bei den Vereinten Nationen in New York sollte am (heutigen) Donnerstag mehr Geld für die Flutopfer beschaffen.

Katastrophe unfassbaren Ausmasses

Pakistan kämpft nach starken Monsunregen seit drei Wochen mit verheerenden Überschwemmungen. Gemäss der UNO steht ein Gebiet von der Grösse Italiens unter Wasser.

"Die Katastrophe hat ein Ausmass ohnegleichen erreicht", sagte der Direktor des Kinderhilfswerks UNICEF für Asien, Daniel Toole, am Telefon gegenüber Journalisten in Genf. Die UNO-Organisation verdreifachte am Donnerstag bereits ihren Hilfsappell. Anstatt wie ursprünglich gefordert 47 Mio. Dollar, benötige UNICEF 141 Mio. Dollar.

Spendenbereitschaft gestiegen

Die internationale Spendenbereitschaft ist nach zahlreichen verzweifelten Aufrufen gewachsen. Viele Staaten stockten ihre Nothilfe auf. Von den bislang beantragten knapp 460 Millionen Dollar erhielten die Vereinten Nationen inzwischen mehr als die Hälfte.

Auch die Schweizer Bevölkerung zeigte grosse Spendenbereitschaft. Die Schweizerinnen und Schweizer hätten sich solidarisch gezeigt und einmal mehr bewiesen, dass sie bereit seien, Menschen in Not zu unterstützen, sagte Bundespräsidentin Doris Leuthard. Bei der Glückskette kamen mittlerweile Spenden in der Höhe von 16 Millionen Franken zusammen.

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