Und wieder verlieren die Freischaren

Beim Manöver am diesjährigen Jugendfest Lenzburg gehörte der Sieg den Kadetten. Auch die aktive Mithilfe von Regierungsrätin Susanne Hochuli änderte da nichts.

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Jugendfest Lenzburg Manoever 2010
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Jugendfest Lenzburg Manoever 2010

Peter Siegrist

Der martialische Aufmarsch der Freischaren auf dem Freischarenplatz in Lenzburg zu Beginn
des Manövers liess die Hoffnung aufkommen, dass es dieses Jahr den wilden Horden wohl gelänge, die Kadetten zu bezwingen.

Und dann war da noch die hochkarätige Verstärkung im Stab des Generals Ursus del Polstero. Als zweite Adjutantin hat-te er aus der Kantonshauptstadt Susanne Val Verde angeheuert. Hoch zu Pferd, in dunkelgrüner Uniform mit glänzenden Epauletten, wirkte die Aargauer Regierungsrätin mit. «Ich bin zum ersten Mal in Lenzburg am Jugendfest dabei», rief Susanne Hochuli dem Kriegsberichterstatter vom Pferd herunter zu, «und ich geniesse es.»

Aber eben: Die Kadetten waren von ihrer Frau Hauptmann Andrea Fischer bestens vorbereitet worden. Mit guter Taktik und sehr diszipliniert parierte das Kadettenkorps die Angriffe der wilden Horden und zog den Kreis um die Schützenmatte immer enger.

Kurz vor vier Uhr kam es zur letzten Schlacht vor der Burg der Freischaren. Tausende von Zuschauern beobachteten das bunte Treiben und wurden Zeugen, wie kurz vor vier Uhr die Burg der Freischaren in Brand geriet. Der General hisste die weisse Fahne und übergab dem Kadettenhauptmann seinen Säbel und den Kriegsschatz. So will es die uralte Tradition. Und in zwei Jahren werden die Freischaren wohl erneut versuchen, das Städtchen einzunehmen. Auch das ist in Lenzburg Tradition, zur Freude der Bevölkerung.

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