Die Unbekannten hatten zuerst Papiertücher in einem Lavabo im ersten Obergeschoss angezündet, wie die Kantonspolizei Aargau mitteilte. Wegen der Hitze schmolz der Kunststoff-Wasserhahn, wodurch das Schulzimmer unter Wasser gesetzt wurde. Das Wasser drang durch die Decke in den darunterliegenden Raum ein.

In der Zwischenzeit griff der Brand auf die mit Kunststoff beschichtete Wand über. Dies verursachte dichten Qualm, der sich über alle drei Stockwerke im Gebäude ausbreitete.

"Kein Schulzimmer kann vorerst mehr gebraucht werden", sagte Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. "In jedem Schulzimmer stinkt es."

Der Unterricht fiel wegen der Schäden und des Gestanks heute Donnerstag für die meisten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe aus, wie es beim Sekretariat Schule Sins auf Anfrage hiess. Die Schulleitung entscheide am Freitag, wann der Unterricht wieder aufgenommen werden könne.

Die Kantonspolizei schätzt den Sachschaden im Oberstufenschulhaus, das insgesamt 25 Schulräume zählt, auf 300'000 bis 400'000 Franken. Die Gemeinde setzte zur Ergreifung der Täterschaft eine Belohnung von 1000 Franken aus.

Die Unbekannten hatten nicht nur einem Zimmer Papiertücher angezündet, sondern im Computerraum auch mehrere Computerbildschirme beschädigt. Sie setzten schliesslich noch mehrere im Korridor aufgehängte Turnsäcke in Brand.

Einer Lehrerin war bei Arbeitsantritt um 6.30 Uhr zuerst der Qualm aufgefallen. Sie informierte die Kantonspolizei, die wiederum die Feuerwehr alarmierte. Im Schulhaus brannte allerdings nichts mehr. Die Einsatzkräfte lüfteten das Schulhaus.