Justiz

Unbedingte Geldstrafe für Ex-Kader des Waadtländer Unispitals

Der frühere Neurologe des Unispitals Lausanne, Julien Bogousslavsky

Der frühere Neurologe des Unispitals Lausanne, Julien Bogousslavsky

Der Neurologe Julien Bogousslavsky, Ex-Kadermann des Unispitals Lausanne, muss eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 1000 Franken bezahlen. Das Kantonsgericht Waadt hat die vom Strafgericht Lausanne bedingt verhängte Geldstrafe in eine unbedingte umgewandelt.

Der 55-jährige ehemalige Chefarzt hatte am Universitätsspital Lausanne (CHUV) zwischen 2000 und 2006 rund fünf Millionen Franken aus der Spitalkasse abgezweigt. Das Geld verwendete er für den Kauf von teuren Kunstbüchern.

Das Lausanner Strafgericht verurteilte ihn am 19. Februar zu einer auf drei Jahre bedingten zweijährigen Freiheitsstrafe und einer ebenfalls auf drei Jahre bedingten Geldstrafe.

Die Staatsanwaltschaft rekurrierte dagegen, dass die Geldstrafe bedingt ausgesprochen wurde. Der Verurteilte verlangte seinerseits die Annullierung der Geldstrafe.

Der Kassationshof des Kantonsgerichts folgte nun dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verurteilte kann noch Beschwerde beim Bundesgericht einlegen.

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