Damit ging es dem Schweizer Detailhandel selbst im Jahr der eskalierenden Finanzkrise noch besser als im bisherigen Rekordjahr dieses Jahrtausends: 2007 hatten die Umsätze nominal um 3,6 Prozent zugelegt.

Ein guter Teil des Schubs ist die Folge von Preiserhöhungen, die sich wegen teurerer Rohstoffe etwa bei den Nahrungsmitteln oder Getränken deutlich niederschlugen. Aber auch teuerungsbereinigt betrug das Umsatzplus im vergangenen Jahr immer noch 2,9 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Dazu trug auch das Weihnachtsgeschäft bei, das immer noch gut lief, obwohl andere Wirtschaftsbereiche bereits einbrachen. Im Dezember kletterten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um 4,5 Prozent.

Das satte Plus ist allerdings auf mehr Verkaufstage zurückzuführen. Verkaufstagsbereinigt betrug die Zunahme nur noch 0,3 Prozent. Rechnet man noch die Inflation heraus, gingen die Umsätze pro Verkaufstag gar um 0,5 Prozent zurück.

Allerdings sollte man die verkaufstagsbereinigten Zahlen nicht überbewerten, sagte Ökonom Michael Grass vom Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel Economics auf Anfrage: "Denn man macht die gleichen Geschenke an Weihnachten, egal ob der Handel 20 oder 22 Tage offen hat."

Von allen Warengruppen legten die Lebensmittelumsätze im Dezember am stärksten zu (+8,9 Prozent). Teuerungsbereinigt waren die Verkäufe immer noch stark (+5,5 Prozent).

Anzeichen, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise beim bisher unbeirrten Konsumenten angekommen ist, sind an der Gruppe "persönlichen Ausstattung" sichtbar, deren Verkäufe um fast 17 Prozent einbrachen.