Luicilia Mendes von Däniken

Das für das diesjährige «Uhuru»-Festival neugegründete Organisationskomitee (OK) hat einen guten und dankbaren Start auf dem Solothurner Hausberg erlebt. Der Vorsatz, im ersten Jahr nicht viel am Konzept zu ändern und einfach mal zu schauen, wie es läuft, hat sich als gut erwiesen. Rückblickend kann der Leiter Finanzen und Nebenschauplätze Erol Bahar bereits wenige Tage nach Festivalende verkünden: «Zahlen sind noch keine vorhanden, dafür ist es zu früh.

Doch im Grossen und Ganzen ist alles wunschgemäss verlaufen.» In diesem Jahr hat sogar einer der wichtigsten, nicht beeinflussbaren Faktoren zum gelingen des «Uhurus» beigetragen: das Wetter. «Montag und Dienstag hat es zwar geregnet, aber den Rest der Woche hatten wir wirklich Wetterglück.» Einzig beim Abbauen am Sonntag hätte es zeitweise wieder geregnet. Trotzdem hofft Bahar, dass die Besucherinnen und Besucher vor allem die schönen Tage in Erinnerung behalten werden. «Wir haben sehr viel gutes Feedback erhalten.

Es gab sogar Stammgäste, die das diesjährige Festival als das Schönste empfunden haben.» Ein grosses Lob an ein Team, das erstmals in dieser Zusammensetzung ein bereits renommiertes Festival organisiert hat.

Nur kleine Änderungen nötig

Doch bis zum nächsten Festival, das am 25. Juli 2010 beginnt, müssen die verschiedenen Bereichsleiter doch wieder etwas über die Bücher gehen. «Wir waren oft am herumrennen, um hier und dort Probleme zu lösen, Termine einhalten zu können usw. Die Besucher haben aber davon wenig mitgekriegt», ist der Leiter Finanzen überzeugt.

Weiter waren einige Besucher mit der Platzierung der Workshops nicht ganz glücklich. Zudem kam es vor, dass spontan angereiste Gäste auf dem Hausberg erfahren mussten, dass ihr Wunschworkshop - vor allem Bauchtanz und Alphorn - aufgrund des Teilnehmermangels bereits im Vorfeld abgesagt worden waren.

Alles andere verlief aber nach Plan - und einige Vorstellungen wurden sogar noch übertroffen. So hatte man unter anderem grossen Respekt, was das Kinderprogramm anbelangte. Während vielen Jahren hatte sich «Babu» um die Kinder und Jugendlichen gekümmert. Da wurde viel getüftelt und gewerkt. In diesem Jahr waren zwei Frauen - innovative Spielplatzcracks der Villa 41 in Solothurn - zusammen mit «Irin», einer Ostschweizer «Kinderflüstererin» im Einsatz. Und auch hier war das Feedback durchwegs positiv.

Eine weitere, datumsbedingte Neuerung erwies sich als Glücksfall. Normalerweise werden nach den Workshop-Vorstellungen am Freitagabend tagsdarauf die Zelte abgebrochen. Da aber am Samstag der 1. August gefeiert wurde, hatte man das Festival um einen Tag verlängert und für Samstag ein Schlussprogramm mit Konzert und Feuershow angesetzt. «Dieser gemütliche Schlussabend hat stark zum Gemeinschaftsgefühl beigetragen», ist sich das OK einig.

Das Rahmenprogramm, vor allem die Konzerte der Schweizer Bands und der Jodelabend im Sennhaus sind sehr gut angekommen. Aufgefallen ist Bahar zudem, dass es mehr Jugendliche auf dem Hausberg hatte. Diese haben das neue Jugend-Zelt mit Begeisterung genutzt. Dort hatten sie einen Ort, wo sie die ganze Nacht hindurch plaudern und musizieren durften. Zudem hätten sich während des Festivals mehr Tagesbesucher als üblich unter die «Uhuru»-Teilnehmer gemischt.

Auch 2010 sind die OK-Mitglieder

In den kommenden Tagen wird das «Uhuru»-Team das Festival auswerten und schauen, in welchen Bereichen noch Anpassungen nötig sind. Doch Erol Bahar ist überzeugt, dass es so nun definitiv mit dem Festival, das mit vielen Auf und Ab zu kämpfen hatte, weitergeht. «Alle OK-Mitglieder haben angekündigt, dass sie auch 2010 wieder mitmachen wollen.»