Knapp 8000 Angehörige der Armee sowie 2000 Fahrzeuge - darunter auch Kampfpanzer - nahmen an der Volltruppenübung teil, wie VBS in einer Mitteilung schreibt. Die Übung fand im Raum Mittelland-Nordwestschweiz-Zentralschweiz statt. Die Einsätze dienten der Bewachung und Überwachung wichtiger Infrastrukturen.

Die Verbände hätten einen Grundauftrag zu erfüllen gehabt, der bereits im Voraus bekannt gewesen sei, hiess es weiter. Zudem seien in die Übung unbekannte Einsätze eingespielt worden, auf welche die Truppen hätten reagieren müssen. Nebst den Heerestruppen sei auch die Logistikbasis und die Führungsunterstützungsbasis stark gefordert gewesen.

PROTECTOR war laut dem VBS die grösste Übung der Landesverteidigung unter dem Regime der Armee XXI. Das Szenario sah vor, dass Teile von Europa instabil sind und es auch in der Schweiz zu Unruhen ethnischer Gruppierungen, zu Anschlägen und zu Gewalttaten kommt.

Einen kleineren Zwischenfall gab es jedoch: Am Mittwoch sah sich Übungsleiter Hans-Ulrich Solenthaler gezwungen, ein Fahr- und Flugverbot für Panzer und Drohnen in der Nacht auszusprechen. Bei der Armee gingen Beschwerden wegen des nächtlichen Lärms der Armeefahrzeuge ein.

Zum Abschluss der Übung PROTECTOR haben sich rund 5000 Angehörige der Schweizer Armee an einem Defilee auf der Strasse von Mülligen nach Lupfig im Kanton Aargau der Bevölkerung präsentiert. Der "motorisierte Vorbeimarsch" der Infanteriebrigade 5 verlief nach Plan.