El Niño

Überschwemmungen und Schnee an US-Westküste

Strassenszene in Long Beach, Kalifornien

Strassenszene in Long Beach, Kalifornien

Nach tagelangen schweren Unwettern haben die Behörden in Kalifornien für weite Teile des Westküstenstaates den Notstand ausgerufen. Auf diese Weise können rasch Helfer und Gelder für die betroffenen Gebiete mobilisiert werden.

Orkanartige Stürme legten den Flugverkehr an mehreren Flughäfen lahm. Die Gesellschaft Southwest-Airlines stellte ihre meisten Flüge in Südkalifornien vorübergehend ein. Der schlimmste Wintersturm seit fünf Jahren brachte Stromausfälle für über 20'000 Menschen mit sich.

Nach sintflutartigen Regenfällen waren Strassen überflutet, mehr als 1000 Häuser wurden wegen Erdrutschgefahr evakuiert. Nach den schweren Wald- und Buschbränden des vergangenen Jahres sind in den Hügeln viele Abhänge kahl und nun so durchweicht, dass der Boden nachzugeben droht.

Ein Abschnitt der viel befahrenden Autobahn Highway 5, die Los Angeles und San Francisco verbindet, musste nach starkem Schneefall gesperrt werden.

Über sieben Meter hohe Wellen lockten Schaulustige an die Strände. In der kalifornischen Sierra Nevada fiel ein guter Meter Neuschnee. Nach dreijähriger Trockenheit machte der Dauerregen Hoffnung, dass die Wasserreservoirs in diesem Frühjahr wieder auf ein normales Niveau ansteigen.

Ursache für das dritte schwere Unwetter innerhalb weniger Tage ist das Klimaphänomen El Niño. Etwa alle drei bis sieben Jahre dringt warmes Pazifikwasser an die Westküste Südamerikas vor, der kalte Humboldtstrom wird verdrängt. Das Phänomen hat weltweiten Einfluss auf die Wetterverhältnisse.

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