Am Dienstag ging es bei der amerikanischen Lotterie „Mega Millions“ um einen Jackpot in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar. Weltweit nahmen Menschen an dem US-amerikanischen Glücksspiel teil. Und der Jackpot wurde geknackt. Von wem ist allerdings noch nicht durchgesickert.

Ein Tipp, sechs Zahlen. Um genauer zu sein: 5, 28, 62, 65, 70 und die Zusatzzahl 5. Wer diese Zahlen auf seinem Tippschein hat, ist nun Milliardär. Hierzulande geben wir uns mit Millionenbeträgen bei „Euromillions“ zufrieden, in Übersee werden indes Milliarden-Jackpots geknackt.

Der 1,6 Milliarden-US-Dollar-Jackpot ist also der höchste Gewinn aller Zeiten. Wie sieht es in Europa aus und was machen die Gewinner heute?

Höchster Einzel-Gewinn

Im August 2017 hat der US-amerikanische „Powerball“ mit seinem 758,7 Millionen-US-Dollar-Jackpot einen Rekord gebrochen: Die Krankenschwester Mavis Wanczyk durfte sich als einzige Gewinnerin des Betrags freuen. Es ist die höchste Einzelausschüttung eines Lottogewinns. Ihre erste Tat als Neu-Millionärin? Den Job im Krankenhaus kündigen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gewinnern, wollte die 53-Jährige nicht unbekannt bleiben und sich zeigen. Sie trat noch am Tag des Gewinns vor die Presse. Es gab in den USA einmal einen höheren Gewinn. Doch das Preisgeld von 1,59 Milliarden mussten sich drei Personen teilen.

Höchster Lotto-Gewinn Europas

Gleich dreimal wurde der höchste „Euromillions“-Jackpot im Wert von 190 Millionen Euro geknackt. 2012 gewann ein britisches Paar zum ersten Mal den Jackpot, gefolgt von einem Portugiesen im Jahr 2014. Die letzte Ausschüttung fand letztes Jahr statt. Ein Spanier von den kanarischen Inseln konnte sich mit einem Einsatz von nur 2,50  Euro stolzer Gewinner der umgerechnet rund 218 Millionen Schweizer Franken nennen. Mehr ist nicht bekannt über die Gewinner. Im Gegensatz zu dem britischen Paar, das in unsere nächste Rubrik gehört:

Grösste Pechvögel nach einem Lotto-Gewinn

So sehen Gewinner aus: Adrian (l.) und Gillian Bayford

So sehen Gewinner aus: Adrian (l.) und Gillian Bayford

Das britische Paar, Adrian und Gillian Bayford, gewann 2012 die stolze Summe von 190 Millionen Euro. Mit dem Gewinn kam die Gier und mit ihr das Unglück. Immer mehr Autos und grössere Häuser machten auch nicht glücklich. Sie verstritten sich und liessen sich scheiden. Gillian verlor ihr Kaffee und musste 21 Mitarbeiter entlassen. Mit ihrer Familie spricht sie auch nicht mehr. In einem Interview mit der britischen Zeitung „The Sun“ sagte sie, das Geld nicht glücklich mache und nur noch mehr Probleme mit sich bringe. Es geht aber auch anders:

Mehrfach gewonnen

Glück kommt selten allein: In der Vergangenheit hatte der eine oder andere dermassen Glück, dass er gleich mehrmals einen Jackpot geknackt hat. So auch die Familie Oksnes aus Norwegen, die drei Mal die richtigen Zahlen getippt hat. Noch spektakulärer ist der Fall der 63-jährigen Mathelehrerin Joan Ginthe aus den USA. Sie knackte den Jackpot gleich vier Mal und heimste damit über 20 Millionen US-Dollar ein.

Der glücklichste Schweizer kommt aus der Nordwestschweiz

Erst diese Woche hat der glückliche Gewinner aus der Nordwestschweiz seine Gewinnsumme in Höhe von knapp 184 Millionen abgeholt. Damit hält er den Gewinn-Rekord der Schweiz. Der höchste Swisslos-Gewinn fällt im Vergleich eher mager aus: Der Gewinner konnte im Jahr 2014 nur schlappe 49 Millionen einheimsen. 

Ein ganzes Land im Glück

Die Chance von einem Blitz getroffen zu werden ist höher als im Lotto zu gewinnen. Wer hat das nicht schon einmal gehört? Ganze 88 Personen aus Frankreich und weitere 88 aus Spanien hat diese Einschätzung wenig interessiert, denn sie haben Lotto gespielt und mehrmals gewonnen. Die beiden Länder halten damit den europäischen Rekord für „Euromillions“-Ausschüttungen.

Und als Letztes: Was man sich mit 1, 6 Milliarden alles kaufen kann

  • Ein schickes Auto gefällig? Etwa der teuerste italienische Schlitten? Der Lamborghini Veneno Roadster mit seinen 740 PS kann man sich bei einem Preis von 3,95 Millionen gleich 450 Mal leisten. Ein Problem gibt es aber: Der Wagen wurde insgesamt nur neunmal gebaut.
  • Das teuerste Privathaus, das momentan mit 188 Millionen Dollar zum Verkauf steht, könnte man sich knapp 8 Mal leisten. In dem Preis ist jedoch nicht nur die Villa inbegriffen, sondern auch mehrere Fahrzeuge und sogar ein Helikopter.
  • Ganze 66 Mal könnte man sich die teuerste Uhr der Welt (24 Millionen) leisten: Eine goldene Taschenuhr der Schweizer Marke Patek Philippe.
  • Sollte man keine Lust haben, in einem normalen Flugzeug zu fliegen, könnte man sich 6400 Privatjets leisten – im Preis sind jedoch weder Kerosin noch Piloten inbegriffen. Ein Pilotenschein kostet aber „nur“ ca. 11.385 Franken – ein Kleingeld.
  • Selbst das Weltall ist nicht allzu weit entfernt: Wenn alles klappt, kann man sich 2019 für ca. 250.000 Franken ein Ticket kaufen. Rein theoretisch könnte man mit 1,6 Milliarden also gleich mehrmals einen Abstecher ins Weltall machen.
  • Möchte man sich nur noch von Raclette ernähren, könnte man bei einem Einkaufspreis von 9 Franken pro 250 g.  (Premium-Käse natürlich) ganze 17.777.777 Packungen kaufen. Eine Käsevergiftung bei 44 444 Tonnen Raclette-Käse sollte man hierbei nicht ausschliessen. Die Arztkosten übernimmt dann die Krankenkasse.