75 von total 324 Rekruten sind an Grippe erkrankt. Sechs Rekruten wurden konkret auf die pandemische Grippe H1N1 getestet - und alle Resultate waren positiv, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitteilte. Die Armee geht davon aus, dass die meisten kranken Rekruten an der Schweinegrippe leiden.

Die Rekruten mit Grippesymptomen wurden in die Krankenstation verlegt. Sie stehen unter medizinischer Betreuung und ärztlicher Beobachtung. Neun der erkrankten Armeeangehörigen halten sich zu Hause auf. Der Schulkommandant des Churer Waffenplatzes richtete für die Information aller Armeeangehörigen eine zentrale Auskunftsstelle ein.

Nach Angaben des Bündner Kantonsarztes Martin Mani sind die Rekruten nicht bedrohlich krank. Ein Armeeangehöriger musste zwar hospitalisiert werden, er ist aber nicht lebensgefährlich erkrankt.

Die Bündner Behörden verfügten in Absprache mit dem Truppenarzt und dem Schulkommandanten des Waffenplatzes eine Ausgangssperre. Der militärische Ausbildungsbetrieb laufe zwar normal weiter, die Rekruten dürften jedoch nicht mehr in die Stadt in den Ausgang und müssten abends auf dem Kasernenareal bleiben, sagte Mani. Offen ist, ob die Ausgangssperre übers Wochenende andauert.

Auch in der Gemeindeschule in St. Moritz ist die Schweinegrippe nachgewiesen worden, wie Kantonsarzt Mani zu einem Bericht der Lokalzeitung "Engadiner Post" sagte. Drei Proben wurden analysiert, und die Ergebnisse waren positiv.

Die Eltern der rund 400 Schülerinnen und Schüler waren am Montag schriftlich informiert worden. Die Schulbehörden wiesen sie darauf hin, dass ein Kind beim Auftreten von Grippesymptomen zu Hause bleiben und der Haus- oder der Schularzt orientiert werden sollte.