Die Statistik des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) weist für letztes Jahr 112 Bergtote aus - 8 Prozent mehr als 2008. Gleitschirm- und Mountainbike-Unfälle sind dabei noch nicht einmal erfasst. Auch die Zahl der Notfälle, bei welchen die Bergrettungsorganisationen ausrücken mussten, nahm um 5 Prozent zu.

Insgesamt mussten SAC, Rega und andere Rettungseinheiten letztes Jahr 2380 Bergsportler aus einer Notlage befreien. Hinzu kämen all die Unfälle, bei welchen sich die Betroffenen ohne Hilfe aus einer misslichen Lage befreien oder in medizinische Behandlung begeben konnten, wie SAC-Ausbildungschef Bruno Hasler auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Einen Trend zu mehr Unfällen will er aus den Zahlen des letzten Jahres nicht ableiten. Für die Zunahme der tödlichen Unfälle und der Noteinsätze macht Hasler vor allem das schöne Wetter in den Sommermonaten des letzten Jahres verantwortlich. "Wenn die Sonne scheint, gehen mehr Leute in die Berge. Hat es mehr Leute, gibt es auch mehr Unfälle", sagte der Rettungsexperte.

Zudem lägen Bergsportarten allgemein im Trend, weiss Hasler aus eigener Beobachtung. Ablesen lasse sich dies etwa an der Zahl der verkauften Schneeschuhe, die sich in fünf Jahren verzehnfacht habe. Regen Zulauf hat auch der SAC, der heute rund 30 Prozent mehr Mitglieder hat als im Jahr 2000.