Übrig blieb nur noch einer

Weil keine weiteren Bewerbungen eingegangen sind, ist Michael Ochsenbein (CVP) still gewählt als neuer Gemeindepräsident von Luterbach. Und: Amtsinhaber Hugo Schumacher wird sich wohl aus dem Gemeinderat zurückziehen.

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Solothurner Zeitung

Christof Ramser

Seit acht Jahren sitzt Michael Ochsenbein (CVP) im Luterbacher Gemeinderat. In der kommenden Legislatur wird er dem neunköpfigen Gremium vorstehen. Weil Hugo Schumacher (Freie Liste) und Jürg Nussbaumer (FdP) nicht mehr zum zweiten Wahlgang am 23. August antreten, und bis gestern Abend keine neuen Bewerbungen eingegangen sind, gilt der 34-jährige Ochsenbein als still gewählt. Laut Gesetz über die politischen Rechte konnten sich zwei neue Kandidaten für den zweiten Wahlgang aufstellen lassen, weil Schumacher und Nussbaumer ihre Kandidaturen zurückgezogen hatten.

«Tendenziell bleibe ich nicht»

Er sei in erster Linie überrascht, dass Schumacher nicht mehr zum zweiten Wahlgang antrete, sagt Ochsenbein. «Damit hätte ich nicht gerechnet, schliesslich hat er im ersten Wahlgang fast gleich viele Stimmen geholt wie ich.» Für sein neues Amt wird der Oberstufenlehrer sein Pensum an der Kreisschule BeLoSe in Bellach auf 50 Prozent reduzieren.

Nach acht Jahren im Gemeinderat wisse er, wie der Karren läuft. «Ich gehe davon aus, dass ich das Präsidium ebenfalls in den Griff kriege.» Der Wahlkampf habe das Trennende betont, sagt Ochsenbein, nun wolle er wieder die Gemeinsamkeiten hervorheben. «Das wird nach dem Rückzug von Hugo Schumacher schwierig. Ich hoffe aber, dass er weiterhin im Rat bleibt und auf den grossen Baustellen mitarbeitet.»

Doch wird der Amtsinhaber weiterhin im Gemeinderat sitzen? «Tendenziell eher nicht», sagt Schumacher auf Anfrage. Definitiv entscheiden will er sich noch nicht. «Dafür bleibt ja noch bis zur nächsten Gemeinderatssitzung am 17. August Zeit.» Es müsste aber schon einiges passieren, damit er weiterhin im Rat bleibe. Zumal das Verhältnis zum neuen Gemeindepräsidenten doch eher speziell wäre. «Da ist der Verbleib von Rolf Späti im Gemeinderat von Heinrichswil-Winistorf ein Sonderfall.» Schumacher war vor 12 Jahren in den Gemeinderat gewählt worden. Seit 4 Jahren amtet er als Gemeindepräsident. Im Fall eines Verzichts würde der abgewählte Philipp Zoller von der Freien Liste als erster Ersatz in den Rat nachrücken.

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