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Turgi will Baden um die Hand bitten

Quo vadis, Turgi? Arbeitsgruppe «Zukunft Turgi» schlägt als beste aller Lösungen die Fusion mit der Stadt Baden vor. (Bild: Walter Schwager)

Turgi

Quo vadis, Turgi? Arbeitsgruppe «Zukunft Turgi» schlägt als beste aller Lösungen die Fusion mit der Stadt Baden vor. (Bild: Walter Schwager)

Die «Zukunft Turgi» liegt in Baden. Zu diesem Schluss kommt die gleichnamige Arbeitsgruppe, in der auch der Gemeinderat vertreten ist.

Roman Huber

Die Fusionssuppe in der Region Baden köchelt weiter: Nach Neuenhof will sich nun auch die Gemeinde Turgi in Richtung Baden orientieren. So lautet das Resultat der Arbeitsgruppe «Zukunft Turgi», die kurzfristig auf heute eine Medienorientierung einberufen hat. Bereits am Montag wird an einer Informationsveranstaltung über diese Zukunftsabsichten orientiert.

Man habe sich Turgi gegenüber stets offen gezeigt, erklärt Badens Stadtammann Stephan Attiger. Der Heiratsantrag würde zeitlich allerdings überraschend kommen. In Baden läuft zurzeit die Vernehmlassung, und per 2012 steht der Zusammenschluss mit Neuenhof an. Einen Zusammenschluss erachtet darum Attiger mittelfristig nicht als realisierbar.

Für die Region Wasserschloss hätte der Schritt von Turgi nach Baden einschneidende Folgen, denn die Gemeinde ist in zahlreichen Kooperationen mit Gebenstorf, Untersiggenthal und Würenlingen verknüpft. Auch die übrigen Regionsgemeinden, insbesondere Obersiggenthal und Ennetbaden, aber auch Birmenstorf müssten aufgrund dieses Entscheides über die Bücher gehen.

Turgi schlägt sich seit mehreren Jahren mit Finanzsorgen herum. Während die Nachbargemeinden ihre Steuerfüsse senken konnten, diskutiert man hier über eine Erhöhung. Mit dem Verkauf des Fussballplatzes Steigacker, der zwar auf Untersiggenthaler Boden liegt, aber der Gemeinde Turgi gehört, rechnete sich der Gemeinderat eine mittelfristig heilende Finanzspritze aus. Doch erst muss der beschlossene neue Fussballplatz gebaut werden können.

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