Das überrascht selbst Autosalon-Präsident Luc Argand: "Eigentlich müsste die Krise den Autosalon hart treffen. Doch dies ist nicht der Fall", sagte er vor den Medien. Die Ausstellungsfläche von 77 900 Quadratmetern sei vollständig ausgebucht.

Die Nachfrage sei gar noch über 6000 Quadratmetern grösser gewesen, so dass bis am Ende eine Warteliste bestanden habe. Die Zahl der Aussteller ging gegenüber dem Vorjahr nur leicht von 260 auf 250 zurück.

Wie der Salon-Generaldirektor Rudolf Studer erklärte, gab es nur drei Annullationen von kleineren Produzenten. Zudem verkleinerte der serbelnde US-Autoriese GM die Standfläche. GM ist zwischen dem 5. und 15. März aber dennoch mit all seinen Marken in Genf präsent.

Am ehesten erwarten die Organisatoren Abstriche bei den Rahmenprogrammen der Aussteller, den Champagner-Empfängen und den Cocktails.

Wie Studer weiter erklärte, könnte der Autosalon 2010 zum Prüfstein werden. Sollte sich die Konjunktur im Automarkt bis Mitte Jahr nicht erholen, könnten sich verschiedene Hersteller gezwungen sehen, auf das Rendez-vous in Genf zu verzichten.

Wer nach einem neuen Auto ausschauen oder bloss die neusten Entwicklungen der Automobilindustrie entdecken will, kommt in Genf auch dieses Jahr auf die Rechnung. Wie im Vorjahr werden 130 Welt- und Europapremieren vorgestellt. Erwartet werden wie letztes Jahr 700 000 Besucher.

Einen immer wichtigeren Platz nehmen dabei Fahrzeuge mit einem Alternativ-Antrieb ein. Zu sehen sind solche Fahrzeuge im neu konzipierten "Grünen Pavillon". Dort werden nicht nur kleine Elektro- und Gasautos für den Stadtverkehr zu sehen sein. Auf die neuen Technologien setzen mittlerweile auch Sportwagen-Hersteller.