Trickdieb
Trickbetrüger unterwegs

Junger, elegant gekleideter Mann treibt in Aarau sein Unwesen.

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Trickbetrüger unterwegs

Trickbetrüger unterwegs

Carolin Frei

Ein etwa 25-jähriger, elegant gekleideter Trickbetrüger treibt in Aarau sein Unwesen. In einem Kleidergeschäft im City-Märt hat er eine Verkäuferin gebeten, Geld zu wechseln. «Selbstverständlich haben unsere Verkäuferinnen die Weisung, so etwas nicht zu tun», sagt die Geschäftsführerin des geprellten Ladens. «Meine Mitarbeiterin erzählte mir, dass sie den Mann zur Bank schicken wollte, weil sie um unsere Weisung wusste. Doch der liess sich nicht abweisen, redete so lange auf sie ein, bis sie nachgab.»
Offenbar besteht sein Trick darin, mit vielen kleinen Noten für Verwirrung zu sorgen. «Der Trickbetrüger blätterte ihr die 20 Zehnernoten hin, und als sie das Geld nachzählte, fehlte eine. Worauf der Mann das Geld wieder an sich nahm, zwei «Bigeli» machte und die Noten flink durch die Finger huschen liess. «Schlussendlich stand die Verkäuferin mit einem Bigeli in der Hand da und realisierte zu spät, dass sie nur 100 Franken in den Händen hielt. Er aber war bereits über alle Berge.»
Solche Trickdiebe sind immer wieder mal unterwegs, in Läden, auf der Strasse und vor Park- und Billettautomaten. Deshalb empfiehlt die Polizei, beim Münz- und Notengeldwechsel äusserste Zurückhaltung zu üben. Zu glauben, man würde nicht betrogen, wenn man das Geld ständig im Auge behalte, trifft leider nicht immer zu (sonst würde sich jeder Zauberer bei der ersten Vorführung bereits verraten). Verdächtiges Verhalten darf und soll man der Polizei melden. Erst wenn Delikte den Betrag von 300 Franken überschreiten, handelt die Polizei von Amtes wegen; dafür bedarf es der Strafantragstellung.

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