Geri Hirt

Die Wölflinswiler sind dem Konzept des Herbstmärts treu geblieben: Präsentiert und verkauft werden nur Produkte, die in Wölflinswil produziert oder veredelt worden sind. Diese Vorgabe macht wohl einen Teil des Reizes aus. Ein anderer Teil ist der Herbstmärt als Treffpunkt der Region. Hier sieht man sich, kann Gespräche führen und Kontakte pflegen. Dies schätzen nicht nur Einheimische und Bewohner einer weiten Region, sondern insbesondere auch viele Heimweh-Wölflinswiler, denen der letzte Samstag im Oktober einen festen Bestandteil in der Agenda bildet.

Verwirrung um Datum

Dieses Jahr sorgte der Termin bei einigen Leuten für Konfusion, da der 31. Oktober der letzte und zugleich 5. Samstag des Monats war. Leute, die glaubten, der Herbstmärt sei jeweils am 4. Samstag im Oktober - was in der Regel auch zutrifft - machten einen Narrengang. So erkundigten sich am vorletzten Samstag sechs verdutzte Personen auf dem leeren Dorfplatz beim vorbeikommenden OK-Mitglied Guido Treier nach dem Herbstmärt. Nun, es gilt auch hier: Lieber zu früh als zu spät!

Einige Neuerungen

«Die Leute schätzen den Herbstmärt, obwohl er nach bewährtem Grundmuster stets gleich aufgebaut ist», sagt Guido Treier. Dennoch ist kein Märt wie der andere. So waren diesmal vier neue Marktfahrer mit ihren Produkten dabei. Und an verschiedenen Ständen konnte man insbesondere im Bereich Kunsthandwerk Innovationen erkennen. Auch das traditionelle Geschicklichkeitsspiel zeugt Jahr für Jahr vom Ideenreichtum der Organisatoren. Ebenso der Wettbewerb, bei dem es diesmal das Gewicht zweier munterer Geisslein zu schätzen galt.

Zum zweiten Mal mit dabei war der Verein Eisen und Bergwerke mit einem Stand und dem Klopfplatz, der Kinder und Erwachsene gleichermassen fasziniert und immer wieder anzieht. Der Verein nutzte die Gelegenheit sein Projekt «Zurück in den Stollen» zu präsentieren.

Wetterglück für Herbstmärt

Profitiert hat der Herbstmärt auch von idealen Wetterbedingungen, denn just auf den Beginn durchbrach die Sonne die Nebeldecke.