Trauer um Opfer der Waldbrände in Australien

Bild der Zerstörung nach Bränden

Bild der Zerstörung nach Bränden

Von den seit einer Woche lodernden Waldbränden in Australien geht laut Feuerwehr keine akute Gefahr mehr aus. Dennoch werden die verbleibenden Feuer noch wochenlang weiterbrennen. Am Sonntag gedachten die Australier in Trauerfeiern der mehr als 180 Todesopfer.

Bei einer Andacht unter freiem Himmel im Ort Wandong in dem am schlimmsten betroffenen Bundesstaat Victoria zeigte sich Premierminister Kevin Rudd zuversichtlich, dass die Menschen die Kraft finden, ihre niedergebrannten Gemeinden wieder aufzubauen.

Er versprach den Überlebenden Unterstützung beim Wiederaufbau der mehr als 1800 niedergebrannten Häuser. "Wir werden euch bei jedem Schritt des Weges zur Seite stehen", sagte Rudd. Den freiwilligen Feuerwehrleuten zollte er Respekt.

Zahlreiche erschöpfte Feuerwehrleute in ihren orangenen Schutzanzügen, teils mit russverschmierten Gesichtern, hatten sich zu der Andacht eingefunden und lauschten den Worten des Premiers. Nach seiner Rede legte Rudd als Zeichen des Gedenkens und der Erneuerung Eukalyptusblätter in eine Schale mit Wasser.

Sinkende Temperaturen und nachlassende Winde erleichterten am Wochenende die Arbeit der Feuerwehr. Die günstigen Wetterbedingungen sollten bis Mitte kommender Woche anhalten. Dennoch wollten die Behörden noch keine Entwarnung geben und erinnerten daran, dass noch immer acht Feuer loderten. "Es wird noch Wochen dauern, bis wir die Dinge wieder komplett unter Kontrolle haben - die Waldbrandsaison ist noch nicht vorbei", warnte Lee Miezis vom Umweltministeriums des Bundesstaats Victoria.

Die Regierung versprach, ein nationales Frühwarnsystem für Naturkatastrophen zu errichten. Sie steht in der Kritik, die Einrichtung des seit Jahren geforderten Systems verzögert zu haben, obwohl es in Australien regelmässig zu schweren Buschbränden kommt.

Meistgesehen

Artboard 1