Flamingo
Toter Flamingo wird Juristenfutter

Der Aargauer Jagdverwalter René Urs Altermatt kommt wegen dem Flamigo-Abschuss unter Druck. Bei der kantonalen Aufsichtsbehörde wurde jetzt eine Beschwerde gegen ihn eingereicht.

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Jagdverwaltung lässt den Flamingo erschiessen

Jagdverwaltung lässt den Flamingo erschiessen

Der Aargauer Jagdverwalter René Urs Altermatt kommt wegen dem Flamigo-Abschuss unter Druck. Der Kölliker Naturschützer Peter Suter hat bei der kantonalen Aufsichtsbehörde eine Beschwerde eingereicht.

Der Abschuss eines Flamingos am Flachsee vom 11. Januar hat für Urs René Altermatt, Leiter der Sektion Jagd und Fischerei, ein juristisches Nachspiel. Peter Suter, Naturschützer aus Kölliken, hat beim der Aufsichtsbehörde des Kantons eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht.

«An den Haaren herbeigezogen»

Der Abschuss sei «ohne nötigen stichhaltigen Grund, ja geradezu mit einer bedenklichen tierverachtenden Besinnung geplant und ausgeführt worden», begründet Suter die Beschwerde. Zudem habe kein öffentliches Interesse am Abschuss des fremden Vogels bestanden. Das Argument, das Tier könnte eventuell verhungern, sei «an den Haaren herbeigezogen», so Suter weiter.

Die Jagdverwaltung habe auch nichts unternommen, um das beringte Tier zu identifizieren und einzufangen.

Suter droht mit der nächsten Instanz

Für Suter ist klar: Altermatt hat mit seiner Vorgehensweise gegen das Schweizerische Tierschutzgesetz verstossen. Da ist unter anderem festgehalten, dass niemand einem Tier ungerechtfertig Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Zudem ist es untersagt, ein Tier in Angst zu versetzen oder es in anderer Weise in seiner Würde zu verletzten.

Suter scheint gewillt, denn Fall durch mehrere Instanzen ziehen zu wollen, sollte die Aufsichtsbehörde seine Beschwerde ablehnen. Für diesen Fall bittet er in seinen Schreiben jedenfalls bereits um Rechtsmittelbelehrung - damit er die Beschwerde weiterziehen kann.