Drei der fünf Verletzten befänden sich in Lebensgefahr. Beim Täter soll es sich gemäss US-Medien um einen entlassenen Fliessbandarbeiter handeln. Gemäss Gerichtsakten ist der 51-Jährige einer von vier Klägern, die gegen ABB eine Sammelklage im Zusammenhang mit Pensionsfragen einreichten. Die Verhandlung begann Anfang dieser Woche in Kansas City.

Die Tat ereignete sich in einem Industriequartier von St. Louis. Der Schütze betrat am frühen Morgen das ABB-Transformatorenwerk und stürmte in die Büroräume. In der Fabrik befanden sich zu der Zeit zwischen 40 und 50 Menschen.

Insgesamt arbeiten rund 270 Menschen im ABB-Transformatorenwerk in St. Louis. Zu Schichtbeginn hätten normalerweise 100 Mitarbeiter dort sein sollen, wie ein ABB-Sprecher sagte. Wegen heftigen Schneefalls und Frost seien aber viele nicht rechtzeitig zur Arbeit erschienen.

Nach den Schüssen war lange unklar, wo der Schütze war. Die Polizei durchkämmte die Anlage vier Stunden lang. Schliesslich fand sie einen weiteren Toten.

Der Mann habe sich offenbar selbst erschossen, sagte Polizeichef Dan Isom bei einer Medienkonferenz. Es seien ein Sturmgewehr, ein Jagdgewehr und eine Handfeuerwaffe gefunden worden. Das Motiv sei unklar.

ABB zeigte sich schockiert. Die Angehörigen der Opfer, die Verletzten und die Angestellten der Fabrik würden in den kommenden Tagen betreut, schrieb der Konzern in einer Mitteilung.

ABB-Chef Joe Hogan drückte den Hinterbliebenen sein Beileid aus. "Dies ist ein ein sehr trauriger Tag für ABB.", wurde er zitiert. Der Technologiekonzern hat seinen Stammsitz in Zürich und beschäftigt weltweit 120'000 Menschen.