Karl Paul Dittmann

Tötungsdelikt Koblenz: «Der Fall ist sehr mysteriös»

Das Tötungsdelikt an einem 63-jährigen Deutschen vom November 2009 in Koblenz ist nach wie vor ungeklärt. Der Mann war Künstler und Einzelgänger, der Fall ist ein Mysterium für die Polizei. Diese erhofft sich nun Hinweise von der Bevölkerung und hat eine Belohnung von 20'000 Franken ausgesetzt.

Passanten fanden die Leiche des 63-jährigen Deutschen Karl Paul Dittmann am Freitag, 27. November 2009 auf der Aarebrücke im aargauischen Koblenz. Die Obduktion ergab, dass der Mann durch eine Schussverletzung starb. Die Kantonspolizei Aargau geht davon aus, dass der Mann einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.

Die Täterschaft ist aber nach wie vor unbekannt, und auch das Motiv ist ungeklärt. Bis jetzt habe man überhaupt keine Anhaltspunkte, warum sich der Mann in Koblenz aufgehalten hat und mit wem er sich allenfalls getroffen hat. «Er war ein Künstler und war viel unterwegs», sagt Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau gegenüber a-z.ch.

Er sei häufig in Hotels abgestiegen und habe sich neben der Schweiz und Deutschland auch in Holland und Österreich aufgehalten. In den Monaten vor der Tat war Dittmann, der aus dem Raum Köln stammt, wiederholt zwischen Basel und dem Bodenseegebiet unterwegs. Unterwegs war er mit seinem blauen Mercedes Benz 190E (Jahrgang 1992) mit dem deutschen Kennzeichen GL-A 5762.



Auch über die Tatwaffe weiss die Polizei noch nichts Genaues. Es soll sich laut Graser um eine Faustfeuerwaffe handeln. Man habe in der Aare und in der Umgebung nach der Waffe gesucht, aber ohne Erfolg.

Ein Künstler und Einzelgänger

Laut Graser war Dittmann eher ein Einzelgänger, der selten Kontakt mit seiner Familie aufnahm, und wenn dann nur telefonisch. «Meist wusste die Familie gar nicht, wo er sich aufhält», sagt Graser. Also kann auch die Familie nicht mehr Licht ins Dunkel bringen. «Der Fall ist sehr mysteriös und die Hinweise, die wir bis jetzt erhalten haben, waren insgesamt nicht sehr hilfreich», meint er.

Deshalb wurde jetzt eine Belohnung von 20'000 Franken für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung der Täterschaft führen. Die hohe Belohnung wurde zwischen der Kripo und der Justiz so abgemacht. «Sie ist so hoch, weil die Polizei nun endlich auf die Täterschaft kommen will und selber kaum brauchbare Hinweise hat», erklärt Bernhard Graser. (dge)

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