Wohlen/Konstanz
Todesfall Käppeli: Diese Bilder zeigen die Bergung der Unglücks-Piper

Einen Tag nach dem Absturz eines in Zürich gestarteten Kleinflugzeugs in den Bodensee sind am Mittwoch grosse Teile des Wracks geborgen worden. Ein Sprecher der Polizei sagte am Abend, der Einsatz sei abgeschlossen.

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Flugzeugabsturz Bodensee
11 Bilder
Bis in 60 Meter Tiefe ist das Flugzeug abgesunken.
Die Einsatzkräfte suchten auch am Tag nach dem Absturz noch nach der Unglücksmaschine.
Am Absturztag, Dienstag, musste die Suche witterungsbedingt unterbrochen werden.
Die Polizei hat die mutmassliche Absturzstelle mit Bojen markiert.
In der Nähe der Bojen sind Verunreinigungen aufgetaucht.
Das Flugzeug stürzte am Dienstag kurz nach halb zwölf Uhr in den Bodensee.
Die Polizei hat Flugzeugteile aus dem See geborgen.
Die Absturzursache ist unklar.
Die Aufzeichnung zeigt, wie der Flug der Piper über dem Bodensee endete.
Beim Unglücksflugzeug handelt es sich um eine Piper Malibu, wie sie hier am Flughafen Zürich steht.

Flugzeugabsturz Bodensee

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Die Bergung hatte sich zunächst schwierig gestaltet: Ein Wrackteil - an dem unter anderem eine Aussenwand mit Fenster zu erkennen war - war mit einem Kran aus dem Wasser gehoben und mit einer Fähre der Konstanzer Stadtwerke in Richtung Ufer gebracht worden. Dabei brach das grosse Stück, stürzte zum Teil wieder in die Tiefe und musste erneut aus dem Wasser geholt werden.

Neben dem 74 Jahre alten Piloten und Unternehmer Urs Käppeli aus Wohlen war nach Polizeiangaben auch seine 75 Jahre alte Partnerin an Bord.

Die Propellermaschine vom Typ Piper Malibu war am Dienstagmittag mit zwei Menschen an Bord in Zürich gestartet und wenig später nahe der Blumeninsel Mainau ins Wasser gestürzt.

Aufgrund der geborgenen Trümmerteile sowie der Spuren an der Unglücksstelle gehen die Ermittler davon aus, dass die Insassen den Absturz nicht überlebt haben. Beide Personen hätten bislang aber nicht gefunden werden können, hiess es am Abend.

Zeitweiliges Flugverbot

Während den Bergungsarbeiten war über der Absturzstelle ein Flugverbot erlassen worden. Das Gebiet sei zudem grossräumig abgesperrt worden, teilte die Polizei mit. An dem Einsatz waren nach Polizeiangaben auch das Technische Hilfswerk sowie die Seepolizei des Kantons Thurgau beteiligt.

Die Einsatzkräfte hatten am Dienstag ihre Arbeit an der Absturzstelle unweit von Konstanz wegen schlechten Wetters abbrechen müssen. Laut Polizei ist der Bodensee in dem Gebiet etwa 60 Meter tief - das machte es Tauchern schwer, das Wrack zu erreichen. Nach Angaben der Feuerwehr war bei dem Unglück nur wenig Treibstoff ausgelaufen.

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