Todesfall Anyuta: Gegen vier Spitalangestellte läuft eine Strafuntersuchung
Todesfall Anyuta: Gegen vier Spitalangestellte läuft eine Strafuntersuchung

«Die ersten beiden Angeschuldigten werden wir im Januar einvernehmen können», sagt der Aarauer Bezirksamtmann Dieter Gautschi. Insgesamt gegen vier Spitalangestellte ist ein Strafverfahren eröffnet worden. Was sich in der Nacht auf den 27. Dezember 2008 genau zugetragen hat, ist noch nicht geklärt.

Merken
Drucken
Teilen

Folgende Punkte sind vom Spital nach dem Vorfall anders dargestellt worden, als es aus Sicht der Eltern tatsächlich war, und sind somit Gegenstand der Untersuchung: Die Höhe des Fiebers bei Eintritt ins Spital, die Anweisungen und Aussagen des untersuchenden Arztes gegenüber den Eltern. Die Anweisungen der Pflegefachfrau an die Eltern, als diese nach dem Besuch im Spital morgens um 6 Uhr wieder im Spital angerufen haben und geschildert haben, dass Anyuta sehr stark und unterbrochen huste und nicht schlafe.

Der Vater des verstorbenen Mädchens kritisiert die schleppende Strafuntersuchung: «Es ist nicht einzusehen, dass noch keine Einvernahmen der an der Untersuchung beteiligten Personen durchgeführt wurden. Das Resultat ihrer Fahrlässigkeit oder der vielleicht ungenügenden Ausbildung in Bezug auf den Assistenzarzt hat zu einem Todesfall geführt, wofür bislang keiner die Verantwortung übernommen hat.»