Couchepin-Nachfolge

Tessiner Finanzplatz fordert Kandidatur von Fulvio Pelli

Parteipräsident Fulvio Pelli (Archiv)

Parteipräsident Fulvio Pelli (Archiv)

Der Tessiner Finanzplatz fordert die FDP auf, Parteipräsident Fulvio Pelli für die Nachfolge von Bundesrat Pascal Couchepin ins Rennen zu schicken. Die Schweiz benötige einen Bundesrat, der aus der italienischen Schweiz stammt, lautet der Tenor.

Ein Bundesrat aus dem Tessin brächte der Schweiz einen grösseren Mehrwert als ein Vertreter aus der Romandie, sagte Alfredo Gysi, der CEO der BSI-Gruppe, in einem Interview mit dem "Corriere del Ticino".

Gysi erinnerte daran, dass die Italiener neben den Deutschen die wichtigsten Kunden auf dem Schweizer Finanzplatz seien. Diesem Aspekt werde jedoch auf der Alpennordseite zu wenig Rechnung getragen.

Wenn ein deutscher Minister wie Steinbrück die Schweiz attackiere, dann seien alle besorgt. Die Drohungen von Italiens Finanzminister Tremonti hingegen würden ignoriert, sagte Gysi. Der Schweiz würde daher ein italienischsprachiger Bundesrat gut anstehen.

Ins selben Horn stiessen in Interviews im "Corriere del Ticino" Claudio Generali, der Präsident der Tessiner Bankiervereinigung (ABT), und Piero Martinoli, der Präsident der Universität der italienischen Schweiz (USI).

Pelli verfüge über die für einen Bundesrat notwendigen Qualitäten wie Charisma, Intelligenz, Integrität und politische Statur, sagte Martinoli.

Auf der freisinnigen Homepage www.rossoblu.ch rühren zudem noch der Tessiner Stararchitekt Mario Botta, der Schriftsteller Giorgio Orelli sowie die Eishockey-Ikonen Nicola Celio und Ruben Fontana die Werbetrommel für Pelli.

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