Das seit fast vier Wochen ins Meer strömende Öl vollständig abzufangen, sei nicht möglich gewesen, teilte der Konzern weiter mit. Er räumte ein, auf diese Weise etwa ein Fünftel des Öls absaugen zu können. Man hoffe aber, im Laufe der Woche alles Öl nach oben pumpen zu können.

Die US-Regierung zeigte sich zurückhaltend gegenüber der Erfolgsmeldung des Ölmultis. "Diese Technik ist keine Lösung für das Problem, und es ist nicht klar, wie erfolgreich es sein kann", erklärten die Ministerin für Innere Sicherheit (Home Security) Janet Napolitano und Innenminister Ken Salazar.

Im Golf von Mexiko fliessen seit der Explosion und des Untergangs der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April Unmengen von Öl ins Meer.

Bislang hat der Ölteppich nach offiziellen Angaben nur geringe Auswirkungen auf die US-Golfküste und die dort lebenden Tiere. Allerdings besteht die Sorge, dass das Öl bald die artenreichen Sumpfgebiete in der Region erreichen könnte. Geschürt werden die Bedenken durch Berichte über riesige Ölschwaden unter der Meeresoberfläche. Einige sollen bis zu 16 Kilometer lang, fünf Kilometer breit und 91 Meter dick sein.