Die Bewohner ländlicher Regionen im Bundesstaat Victoria flohen nach Warnungen, Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius und starke Winde könnten die Feuer ähnlich anfachen wie bei der Brandkatastrophe Anfang Februar. Der starke Wind blieb jedoch aus, und die Feuerwehr hatte die Brände unter Kontrolle.

Die Bewohner der Region um Melbourne flohen in Aufnahmezentren oder brachten sich bei Freunden oder Verwandten in Sicherheit. Viele hatten in den vergangenen Wochen schon mehrmals wegen der Brände ihre Häuser zurückgelassen.

Bei der am 7. Februar ausgebrochenen Brandkatastrophe waren im Bundesstaat Victoria mehr als 200 Menschen in den Flammen ums Leben gekommen, mehr als 2000 Häuser brannten ab. Es waren die bislang schlimmsten Buschbrände in der Geschichte Australiens.

Mehr als 3000 Feuerwehrleute waren mit Unterstützung von Löschflugzeugen und -helikoptern im Einsatz. Recht schnell gelang es den Einsatzkräften, kleinere Brände zu löschen.

Die grossen Feuer waren unter Kontrolle und blieben hinter den Sicherheitsgräben, die zum Schutz der Wohngebiete ausgehoben worden waren. "Wir drücken die Daumen, es scheint so, als hätten wir das Schlimmste geschafft", sagte Kevin Monk von der Umweltbehörde.

Die Behörden warnten die Bewohner Südostaustraliens, dass die Buschbrände noch bis April andauern könnten, wenn es bis dahin nicht regnet.