Katastrophe

Tausende fliehen vor Buschfeuer in Kalifornien - 75 Häuser zerstört

Haus von Feuer bedroht

Haus von Feuer bedroht

Das Grossfeuer um den kalifornischen Küstenort Santa Barbara frisst sich fast ungehindert voran. Angefacht von starkem Wind zerstörte der erste grosse Waldbrand des Jahres an der US-Westküste mindestens 75 Häuser, von millionenschweren Villen blieb nur Asche übrig.

Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit 2300 Feuerwehrleuten und 15 Helikoptern. In der Nacht wurden weitere Gebiete rund um Santa Barbara geräumt. Bis am Morgen hatten die Behörden rund 20 000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. 17 000 weitere sollten sich auf eine Evakuierung vorbereiten.

Bis (heute) Freitag brannten etwa 1500 Hektar Land ab, die Feuerwehr hatte nur zehn Prozent des Feuers unter Kontrolle. "Vergangene Nacht war hier die Hölle los", sagte Feuerwehrchef Andrew DiMizio Journalisten.

Die Brände überquerten gemäss DiMizio eine Schnellstrasse und näherten sich von zwei Seiten der Stadt über die Vororte Montecito and Goleta. Das Feuer habe die Stadt direkt bedroht. Die Brände waren am Dienstag ausgebrochen und fressen sich seitdem durch die hüglige Villengegend. Die Brandursache blieb unklar.

Tückisches Wetter erschwerte den Löschtrupps die Arbeit: Vom Meer her fegten Windböen mit über hundert Stundenkilometern übers Land und fachten die Flammen immer wieder an. In der Region herrscht zudem trockene Hitze. Das Thermometer stieg erneut auf 34 Grad im Schatten.

In den engen Tälern um Santa Barbara konnte sich das Feuer durch Funkenflug rasch ausbreiten, Löschtrupps drangen im mit dichtem Busch bewachsenen Gelände nur schwer vor.

Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger verhängte den Notstand über das Brandgebiet, damit Geld und Personal schneller zur Verfügung gestellt werden können.

Santa Barbara, einer der bevorzugten Wohnorte der Hollywood-Prominenz, liegt rund 150 Kilometer nördlich von Los Angeles.

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