Tankstelle für Wissen und Erlebnis

Tankstelle für Wissen und Erlebnis

Tankstelle für Wissen und Erlebnis

Am westlichen Dorfeingang von Laupersdorf entsteht ein Geschäftshaus in beachtlicher Grösse. Ein Energy Park soll es werden, ein Infopoint zum Thema mobile Energie. Was muss man sich darunter vorstellen?

Alois Winiger

Bekannt ist, dass unter anderem der Initiant und Bauherr Martin Jaggi alias Ralph Martens mit seiner Firma Business & Design AG (Balsthal) dort einziehen wird. Und dass Jaggi seine Sammlung historischer Tanksäulen sowie Oldtimer von Gänsbrunnen dorthin zügeln wird. «Diese historischen Objekte stellen den Blick nach hinten dar, quasi stellvertretend für den Beginn der Mobilität und Energie», erklärt Jaggi. «Den Hauptteil jedoch bildet der Blick in die Gegenwart und in die Zukunft der mobilen Energie.» Konkret heisse dies zum Beispiel: Mit welcher Energieform werden Fahrzeuge in Zukunft angetrieben und mit welchen Motoren?

Das alles und noch mehr werde den Inhalt des Energy Park Museums bilden. «Wobei man das Wort Museum nicht falsch verstehen darf», betont Jaggi. Man werde alles daran setzen, dass man nach dem Besuch des Museums nicht sagt: «So, jetzt hab ichs gesehen.» Die Ausstellungen würden immer wieder verändert und aktualisiert, «damit sich ein weiterer Besuch eben auch immer wieder lohnt. Wir sehen das Museum als eine Wissens- und Erlebnis-Tankstelle». In dieser Form gebe es noch nichts Vergleichbares in der Schweiz. Für Jaggi ist dies einer der Hauptgründe, warum er für sein Projekt namhafte Partner gefunden hat wie Energie Schweiz; Energiefachstelle Solothurn und die Empa. Als Sponsoren konnten bisher die Hörmann AG, EBL Wärmesysteme, der Armaturenhersteller KWC, die R. Nussbaum AG, die Netto-Einkaufsgruppe AG sowie die Zimmerei Meier AG, Laupersdorf, gewonnen werden.

Jährlich 22000 Besucher

«Unser Ziel ist, der Infopoint zum Thema mobile Energie in der Schweiz zu werden», führt Jaggi weiter aus. Als Hauptzielgruppe des Museums gibt Jaggi neben Autoliebhabern die Jugendlichen (Grundschule ab 4. Klasse, Lehrlinge, Studenten) an. «Deshalb legen wir besonderen Wert darauf, dass inszenierte, reale und multimediale Objekte miteinbezogen werden.» Ausserdem wird den Schulen, abgestimmt auf die Lernziele, ein geführter Lernparcours angeboten. Entsprechend werde für eine topaktuelle Infrastruktur gesorgt, sagt Jaggi.

Hinzu kommt das Radio Energy Park, das 24 Stunden über Internet angehört werden kann. Besucher können eine eigene Sendung produzieren und ihren Podcast als Erinnerung mitnehmen. Die erweiterte Zielgruppe umfasst alle Interessengruppen für Energiefragen in der Schweiz, Firmen und Vereine jeglicher Art sowie Privatpersonen. Ein Cateringservice für bis zu 200 Personen wird ermöglicht. Jaggi rechnet mit einer jährlichen Gesamtbesucherzahl von 22000 Personen.

Drei Ausstellungsbereiche

«Wir arbeiten mit insgesamt drei Ausstellungsbereichen, die uns helfen, die Thematik professionell und nachhaltig zu gestalten und erlauben, gewisse Themen stehen zu lassen und andere regelmässig zu ersetzen», präzisiert Jacqueline Schütz, Projektleiterin Ausstellung der Energy Park AG. Die Bereiche befassen sich mit Energieformen, verschiedenen Antriebsformen und mit Exponaten vom Oldtimer bis zum Fahrzeug der Zukunft, welche die Mobilitätsgeschichte dokumentieren bzw. Zukunftstrends aufzeigen. «Der letztgenannte Bereich wirft einen Blick in die Kristallkugel, deutet an, wo uns der Weg hinführen könnte und weckt Begeisterung für die Mobilität der Zukunft», erläutert Jacqueline Schütz. Referate, Podiumsdiskussionen, Aktionstage und Events runden das Programm ab und ergänzen die Ausstellungen. Die Eröffnung des Bereichs mit den Tanksäulen ist gegen Ende dieses Jahres geplant. Die Ausstellung Mobilität und Energie soll im Frühling nächsten Jahres folgen.

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