Der Wirbelsturm hat einen Durchmesser von rund 250 Kilometern und entwickelt in Böen Windgeschwindigkeiten von 180 Stundenkilometern. Kurz nach dem Auftreffen auf Taiwan riss der Sturm mindestens zwei Menschen in den Tod.

Eine Fussgängerin wurde vom Wind ins Meer gefegt; eine Velofahrerin stürzte in einen vollgelaufenen Bach. Beide ertranken. Dutzende Menschen wurden von herumfliegenden Teilen verletzt.

Zudem wurden vier Fischer vermisst, nachdem ihr Schiff in rauer See kenterte. Die Behörden hatten rund 1000 Fischer an Land beordert, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

Die Behörden hatten den Freitag vorsorglich zum "Taifun-Feiertag" erklärt. Staatspräsident Ma Ying-jeou rief seine Landsleute auf, zu Hause zu bleiben. Alle Inlandsflüge wurden abgesagt, internationale Flüge wurden ebenfalls gestrichen oder starteten mit Verspätungen.

"Morakot" hatte zuvor den Philippinen heftigen Regen gebracht. Durch Überschwemmungen und Erdrutsche kamen nach Behördenangaben drei französische Touristen und neun Einheimische ums Leben.