Aarau
Tagesstätte nun auch in der Telli

Beim Angebot für Tagesstrukturen in der Stadt Aarau wird eine Lücke geschlossen. Die Kinder der Primarschule Telli können ab dem kommenden 10. August neu das Angebot im Clubhaus im eigenen Quartier an der Neuenburgerstrasse nutzen.

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Kita Telli

Kita Telli

Aargauer Zeitung

Raphaela Gysi

Die Geschäftsführerin des Vereins Erziehung und Bildung, Alice Liechti-Wagner, sieht es als Pilotprojekt, da erstmals die Möglichkeit besteht, die Kinder während den Ferien abgekoppelt von der Belegung während der Schulzeit betreuen zu lassen. Angeboten werden die Betreuung von Mittagessen, Aufgabenhilfe und Freizeitbeschäftigung. Neben den normalen Betreuungszeiten während der Schul- und Ferienzeit, kann auch eine Randstundenbetreuung von 6 bis 8 Uhr belegt werden.

Es bestehen 24 Plätze, bis heute sind drei Anmeldungen eingegangen. Nach Möglichkeit werden auch angemeldete Kinder aus anderen Quartieren aufgenommen. Ein Mittagstisch wird nicht angeboten, da der bestehende Mittagstisch im Gemeinschaftszentrum Telli sehr gut läuft und nicht konkurrenziert werden soll.

Bis heute mussten Schülerinnen und Schüler aus dem Telliquartier die Betreuungsplätze an der Laurenzenvorstadt 59 (oberhalb des «Freihofs») aufsuchen. Die Erfahrungen zeigen aber, dass die Angebote von Hortplätzen oder Mittagstischen im eigenen Schulhausquartier besonders beliebt sind. So kam der Stadtrat zum Schluss, dass die Telli dringend Betreuungsplätze im Umfeld des Schulhauses braucht.

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort wurde man doch noch fündig: Das Clubhaus Telli, welches der Miteigentümergemeinschaft Neuenburgerstrasse gehört und nun für fünf Jahre an die Stadt vermietet wurde, ist ideal gelegen. Der Spielplatz und die Rasenfläche bei der Minigolf-Anlage können mitgenutzt werden. Das Architekturbüro Kim Strebel Aarau hat die neue Raumaufteilung sehr feinfühlig gelöst.

Die Räume sind durch eine neu eingezogene Wand mit runden Guckfenstern von einander abgetrennt. Ein grüner Linoleumboden unterstreicht die Helligkeit der durch grosse Fensterfronten begrenzten Räume. Zu den Investitionen von total 278 400 Franken für den Umbau kommen noch Miet-und Betriebskosten hinzu. Die Anschubfinanzierung von insgesamt 347 400 Franken wurde vom Einwohnerrat bewilligt.

Die in Teilzeit arbeitende zukünftige Hortleiterin, Silvia Köpfli, hat das Projekt mit grosser Umsichtigkeit in die Hand genommen und freut sich auf ihre neue Aufgabe und auf weitere Anmeldungen.

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