Sende-Abbruch
Tagesschau-Panne: Darum sprang Ruefer nicht für Boesch ein

Die Tagesschau-Moderation für heute Abend ist gesichert. Franz Fischlin bricht seine Ferien ab und springt für Cornelia Boesch ein und Sportmoderator Sascha Ruefer erklärt, warum er die Sendung nicht zu Ende führte.

Merken
Drucken
Teilen
Sascha Ruefer erhält Anweisung von der Regie.

Sascha Ruefer erhält Anweisung von der Regie.

Screenshot SRF

Drei von vier Moderatoren für die Hauptausgabe der Tagesschau sind derzeit in den Ferien. Cornelia Boesch hielt in den vergangenen Tagen alleine die Stellung, wie «watson.ch» berichtet. Am Sonntagabend war dann aber Schluss. Die erkrankte TV-Frau brach während der Sendung zusammen, die Sendung musste gestoppt werden.

Boesch hatte sich trotz Fieber zugetraut, die Sendung zu moderieren. Deshalb wurde auch Kollege Franz Fischlin nicht aufgeboten. Er stand auf Abruf bereit und springt nun für Boesch ein.

Ruefer: «Fernsehen ist keine One-Man-Show»

Die Frage, weshalb Sportmoderator Sascha Ruefer die Sendung nicht zu Ende führte, beantwortet dieser auf Facebook gleich selbst. «Ganz ehrlich? Das hab ich mich gestern im ersten Moment auch gefragt. Und vielleicht hab ich insgeheim gehadert», schreibt Ruefer. «Es wär die Chance gewesen, ein Kapitelchen TV-Geschichte zu schreiben. Man hätte mir auf die Schulter geklopft und mich zum TV-Helden gemacht.»

Dennoch findet der Sportmoderator, dass die Regie die richtige Entscheidung getroffen hat: «Wenn beim Paarlaufen einer stürzt oder gar ohnmächtig wird, zieht der Partner die Show auch nicht allein durch. Er bricht ab und kümmert sich um seinen Partner. Fernsehen ist keine One-Man- oder One-Woman-Show, sondern Teamplay.»

Es sei richtig gewesen, sich möglichst rasch um die ohnmächtige Kollegin zu kümmern, schreibt Ruefer und freut sich, dass es ihr bereits wieder besser geht. (cze)