Daniel Rohrbach

Rund 650 Personen machten sich in einer Petition dafür stark, dass René Strickler mit seinem Raubtierpark in Subingen bleiben kann (wir berichteten). Denn Stricklers Tage in Subingen scheinen gezählt zu sein; letztes Jahr kündigte bekanntlich die Landbesitzerin Espace Real Estate den Mietvertrag.

Die Petition, die von einer Langendörfer Familie lanciert wurde, unterbreitet Subingens Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold (SP) am Donnerstag dem Gemeinderat. Er wisse nicht so recht, was er mit dieser Petition anfangen solle, erklärte Ingold. «Wir haben Freude am Raubtierpark, er trägt dazu bei, Subingen bekannt zu machen.» Aber die Möglichkeiten der Gemeinde, den Raubtierpark in Subingen zu halten, seien beschränkt. Schliesslich verfüge die Gemeinde über kein Land, das sie Strickler zu Verfügung stellen könne. «Wir können einzig unsere Dienste bei einer allfälligen Umzonung anbieten», so Ingold. Ähnlich sahen es auch René Joye (FdP) und Thomas Wechsler (CVP), der bemerkte, dass die ganze Angelegenheit - bei aller Sympathie für Strickler - gar kein politisches Geschäft sei. «Wir haben darauf keinen Einfluss.» Nichtsdestotrotz wird Hans Ruedi Ingold die Petition an die Espace Real Estate weiterleiten. «Damit wir nach aussen hin signalisieren, dass uns der Park in Subingen gefällt.»

Ungewohnte Steuerausstände

Zur Einstimmung auf die Budgetberatungen, die im Gemeinderat nächste Woche stattfinden werden, erläuterte Urs Baumgartner (Präsident Finanz- und Rechnungsprüfungskommission) einige Finanzkennzahlen. Mit Sorgen erfüllen Baumgartner die Steuerausstände in der Höhe von rund 2,4 Millionen Franken. Dieser Betrag sei um rund eine halbe Million höher als der Durchschnittswert der letzten Jahre.

Mit Bedauern schlägt der Gemeinderat eine Aufforderung der Einwohnergemeinde Luterbach zum Duell «schweiz.bewegt» aus. Der Grund: Die Bewegungswoche findet nächstes Jahr von 5. bis am 12. Mai statt. Weil diese Woche auf Pfingsten fällt, und praktisch alle Subinger Dorfvereine an der traditionellen Pfingstchilbi engagiert sind, fänden sich nach Auffassung des Gemeinderats vermutlich nicht genügend Teilnehmer für das Bewegungsduell.

Nach längerer Diskussion bewilligte der Gemeinderat mit knappen Mehr, dem Musical «Feentanz» einen Sponsorenbeitrag von 1000 Franken zu zahlen. Eine Minderheit sprach sich für 500 Franken aus. Das Musical soll 2013 in der Deitinger Kiesgrube aufgeführt werden.

Der Gemeinderat schlägt im Weiteren der Gemeindeversammlung vor, die BDO Visura mit der Revision der Gemeinderechnung zu betrauen. Mit der Firma soll vorerst ein auf ein Jahr befristeter Vertrag abgeschlossen werden.