Couchepin-Nachfolge

SVP-Vertreter liebäugeln mit eigener Bundesrats-Kandidatur

Mörgeli gegen Pelli-Kandidatur (Archiv)

Mörgeli gegen Pelli-Kandidatur (Archiv)

Bei prominenten SVP-Vertretern regt sich Widerstand gegen eine Bundesratskandidatur von FDP-Präsident Fulvio Pelli. Zudem stören sie sich am weiteren Kandidatenfeld der FDP. Darum soll die SVP eine eigene Kandidatur diskutieren.

Der Zürcher Nationalrat Christoph Mörgeli steckt zusammen mit Parteikollege Toni Bortoluzzi hinter entsprechenden Plänen. Wie er einen Bericht der "Mittelland-Zeitung" bestätigte, unterstützt er Pelli keineswegs.

Die SVP müsse analysieren, welche Kandidaten für die Interessen der Schweiz arbeiten und welche nur für ihr eigenes Wohl. Und auf Pelli treffe letzteres zu, wiederholte Mörgeli Aussagen, die er bereits im "Blick" gemacht hatte.

Klar sei, dass Couchepins Sitz den Romands gehöre - und zwar echten Romands. Der Freiburger CVP-Ständerat und -Bundesratsbewerber Urs Schwaller sei Deutschschweizer und damit aus dem Rennen.

Im Prinzip müsste der Sitz bei der FDP bleiben, erklärte Mörgeli weiter. Wenn die FDP aber auf Pelli, linkere Westschweizer oder Euro-Turbos bestehe, müsse die SVP sich eine eigene Kandidatur überlegen. Im Bewerberfeld befinde sich mit dem Genfer Liberalen Christian Lüscher aber ein Kandidat, der dem SVP-Anforderungsprofil entspreche, so Mörgeli.

Über mögliche Westschweizer Kandidaten verfüge die SVP. Mörgeli nannte die Nationalräte Jean-François Rime (FR) und Yvan Perrin (NE) sowie den Waadtländer Regierungsrat Jean-Claude Mermoud.

Störfeuer gegen die Bundesratsaspirationen von FDP und CVP könnte auch von grüner Seite kommen. Wie Grünen-Generalsekretär Hubert Zurkinden sagte, bestätigte der Fraktionsausschuss jüngst Pläne für eine eigene Kandidatur.

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