Wetterkapriolen

Südwestströmung lässt es schütten wie aus Kübeln

In den vergangenen 24 Stunden hat es über dem Flachland der Schweiz stark geregnet. Schuld ist eine Südwestströmung mit milden Temperaturen. Trocken blieb es im Tessin und in Graubünden, wenig Regen fiel in der Westschweiz und im Wallis.

Die heftigste Dusche kriegte die Nordschweiz ab, wie Heinz Maurer, Meteorologe bei MeteoSchweiz, der Nachrichtenagentur SDA sagte. Am meisten Regen fiel bis dahin mit 32,7 Litern pro Quadratmeter innert 24 Stunden in Leibstadt AG.

Weiter südlich wurden geringere Mengen gemessen, beträchtlich waren sie aber dennoch. So fielen in Wädenswil ZH 29,3 Liter, in Bern 28,7 und auf dem Napf 24,8 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Gegensatz dazu tröpfelten nur gerade 0,5 Liter auf Zermatt VS, in Visp fielen 3,2 Liter und in Sitten 8,5. Auch in Genf war mit 6 Litern der Regen kaum der Rede wert.

Ein milder Dezemberausklang ist den Meteorologen nicht unbekannt. Das Weihnachtstauwetter ist gemäss Maurer ein Phänomen, das ab und zu eintritt. Bei milden Temperaturen und Regen dürfte es vorläufig bleiben.

In den letzten zehn Jahren hat sich das Klima in der Schweiz um ein halbes Grad erwärmt. Damit verlangsamte sich der Temperaturanstieg im Vergleich zu den 1980- und 1990-er Jahren leicht. Bei den Niederschlägen gab es hingegen kaum Veränderungen.

Die vergangenen zehn Jahre waren die mit Abstand wärmsten seit Beginn systematischer Messungen im 19. Jahrhundert, teilte SF Meteo mit.

Auch wenn die Erwärmung in den letzten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts mit je 0,7 Grad schneller vorangeschritten war, ist ein Ende der Aufwärtstendenz nicht absehbar.

Bei den Niederschlägen zeigten sich keine namhaften Klimaveränderungen. In Basel und Zürich war die erste Dekade des 21. Jahrhunderts minimal trockener als die letzte des vorigen.

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