In die entlegeneren Dörfer seien Teams entsandt worden, um die Schäden festzustellen, sagte die Bürgermeisterin der Bezirkshauptstadt von Bozkurt, Birsen Celik, dem Sender NTV am Donnerstagnachmittag. In einem Viertel von Bozkurt-Stadt waren demnach zwischen 80 und 100 der 192 Häuser beschädigt worden.

Wie die US-Erbebenwarte USGS mitteilte, hatte das Beben eine Stärke von 5,8 auf der Richterskala. Das Erdbeben ereignete sich nach Angaben türkischer Einsatzkräfte in der Provinz Denizli am Donnerstag um 13.25 Uhr (MESZ) in einer Tiefe von rund sieben Kilometern nahe der Stadt Bozkurt.

In der Türkei kommt es immer wieder zu schweren Erdbeben, da das Land auf mehreren seismischen Platten liegt. Seit Beginn des Jahres wurden der Osten und Südosten von mehreren starken Erdbeben erschüttert.

In den letzten Tagen riefen mehrere Beben dieser Art Erinnerungen an die Katastrophe vor 20 Jahren hervor. Im August 1999 hatten zwei Erdbeben von einer Stärke von über 7,0 die dicht besiedelte Region am Marmarameer erschüttert; fast 20'000 Menschen wurden getötet.