Stromkonzern Alpiq plant europaweiten Stellenausbau

Alpiq CEO Giovanni Leonardi

Alpiq CEO Giovanni Leonardi

Der aus der Fusion von Atel und EOS entstandene Stromkonzern Alpiq schafft zusätzliche Arbeitsplätze. «Wir werden europaweit gegen 200 bis 300 neue Leute brauchen», sagt Alpiq-Chef Giovanni Leonardi im Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Einen genauen Zeithorizont nannte Leonardi nicht. Der Arbeitsplatz-Ausbau passiere dank den Projekten in der Pipeline "mittelfristig".

Trotz Optimismus: Auch der neue Energie-Riese spürt die Finanzkrise. So werde es schwierig, die Rekordergebnisse aus den letzten Jahren zu übertreffen, sagte Leonardi weiter. Auch das Verhalten der Banken sei anders. Sie seien weniger risikofreudig. "Wir müssen mit den Banken mehr diskutieren und verhandeln." Einige Projekte müssten vielleicht auch zeitlich "angepasst" werden.

Angesprochen auf die höheren Strompreise sagte Leonardi: "Die Kommunikation war nicht gut. Aber auf der anderen Seite beträgt nach der Intervention von Bundesrat und Parlament die Strompreiserhöhung im Schnitt noch 1,2 Rappen pro Kilowattstunde".

Für eine Familie mit einem Verbrauch von 5000 bis 6000 Kilowattstunden jährlich bedeute dies lediglich 60 Franken mehr. "Bitte vergleichen Sie das mit den zu erwartenden Prämienerhöhungen im Gesundheitswesen oder den Kosten, die dem Steuerzahler durch die Rettung der UBS entstehen."

Alpiq ist seit Anfang Februar operativ. Die neue Nummer eins auf dem Schweizer Markt ist in 29 Ländern tätig und beschäftigt über 10 000 Angestellte, die Hälfte davon in der Schweiz. Alpiq-Chef Leonardi stand vorher an der Spitze von Atel.

Meistgesehen

Artboard 1