Soweit dies möglich sei, könnten die Fische anschliessend einer sinnvollen Verwertung zugeführt oder andernfalls vorschriftsgemäss getötet und entsorgt werden. Das teilte die Staatskanzlei des Kantons St. Gallen am Mittwoch mit - einen Tag vor Raabs Ultimatum.

Dem deutschen Putzmittel-Produzenten ("Ha-Ra") und Inhaber der Fischfarm wurde eine amtliche Verfügung des Kantonstierarztes zugestellt, wonach er für die Pflege und das Wohl der Fische verantwortlich sei. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit wurde Raab eine Frist bis 15. Mai eingeräumt, die Tötungsmethode anzupassen.

Nach zweimaliger Abklärung beim Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) sei dem mit der Bauplanung beauftragte Unternehmer bereits Anfang 2006 mitgeteilt worden, dass das Töten der heruntergekühlten Zuchtfische mit einer Zentrifuge ab September 2008 nicht mehr zulässig sei, heisst es im Communiqué der St. Galler Staatskanzlei.

Der Verein Fair-fish äusserte sich in einem Communiqué einverstanden mit dem Vorgehen des Kantons. Die gesetzte Frist stimme in etwa mit dem vom Verein vorgeschlagenen Terminplan überein.

In den Becken der Fischfarm in Oberriet schwimmen gegenwärtig gegen 500 000 Fische. Vor der Schlachtung werden die Tiere heruntergekühlt und danach unter Beigabe von Eis zentrifugiert. Gemäss neuer Tierschutzverordnung ist das nicht mehr zulässig.