Subingen
Stolz auf «I was born 1991»

26 Jungbürger wurden am Samstag in Subingen vereidigt. Stolz präsentierten sie sich in einheitlichen T-Shirts mit dem Aufdruck «I was born 1991». Festredner Daniel Valenti plädierte dafür, sich aktiv am Mitgestalten unserer Schweiz zu beteiligen.

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Band Subingen

Band Subingen

Solothurner Zeitung

Rahel Meier

1.-August-Feier und Jungbürgerfeier werden in Subingen seit «ewigen Zeiten» gleichzeitig durchgeführt. Die Jungbürger beteiligen sich jeweils aktiv an der Gestaltung der Feier. So verwundert es nicht, dass am Samstag auf dem Programm neben Unterhaltung mit der Handorgel und einem Alphorn-Bläser auch eine «Jahrgänger-Band» auf dem Programm stand, die ziemlich laut abrockte. Die angekündigten Breakdancer mussten allerdings wegen Verletzungspech absagen. Regen Zuspruch fand der Postenlauf, den die Jungbürger als Rahmenprogramm anboten. Erstmals fand die Feier heuer über Mittag statt und wurde mit einem Brunch verbunden. Zwischen 200 und 250 Leute fanden sich ein. Die Organisatoren waren mit der Beteiligung, die im Rahmen der Vorjahre liege, zufrieden.

«Guggerzytli und Plüschbernhardiner»

Die Festrede an der Feier in Subingen wurde von Daniel Valenti (Parteipräsident FdP und Ersatzgemeinderat) gehalten. Er war in den letzten Tagen durch die Schweiz gereist und liess sich von seinen Eindrücken inspirieren. So fragte sich Valenti, was denn die Schweiz überhaupt ausmache - ob es das Land als solches mit seinen Schönheiten sei oder das Volk, also seine Bewohner. «Ich denke, es ist beides», antwortete er gleich selbst. Das Land habe es schon lange gegeben, mit Bergen, Seen, Flüssen und Wäldern. Ausgezeichnet werde ein Land aber durch seine Bewohner. «Am 1. August feiern wir also unser Land, uns und unsere Vorfahren.» Denn letztere seien massgeblich verantwortlich für den Lebensstandard, den wir heute geniessen können. «Obwohl wir privilegiert leben, stelle ich fest, dass es viele unzufriedene Menschen gibt bei uns.»

Letzte Woche staunte Daniel Valenti beispielsweise über die Schönheiten des Vierwaldstättersees als er vom Stoos herunterblickte. Holländer hätten die Berge rundherum besser gekannt als manche Schweizer. In Luzern und Zermatt fielen ihm die Souvenirshops mit Guggerzytli, Schweizermesserli, Plüschbernhardiner und Sennechäppli auf. «Für viele ist genau das typisch schweizerisch», meinte Valenti. Er machte weiter darauf aufmerksam, dass die Schweizer Demokratie weltweit ein Musterbeispiel sei. Und wunderte sich darüber, dass so wenig Bürger Gebrauch machen von den demokratischen Möglichkeiten. Auch habe die Schweiz eines der besten Sozialwerke der Welt. Niemand sei wirklich in seiner Existenz bedroht und brauche unzufrieden zu sein. «Wir machen die Schweiz», forderte er die Anwesenden dazu auf, das Leben in unserem Lande ganz allgemein mitzugestalten. «Wir wohnen in einem beneidenswert wunderschönen Land. Wir müssen Sorge dazu tragen.»