Herznach

Stiftung pro Fricktal zeichnet in Herznach «Mister Fricktal» aus

Heinz Schmid überreichte alt Nationalrat Peter Bircher am Herznacher Bergwerkfest den Fricktalerpreis.

Heinz Schmid überreichte alt Nationalrat Peter Bircher am Herznacher Bergwerkfest den Fricktalerpreis.

Auszeichnung für beispielhaften Einsatz in der und für die Region: Alt Nationalrat Peter Bircher wurde gestern Sonntag im Rahmen des Herznacher Bergwerkfestes der mit 5000 Franken dotierte Fricktalerpreis 2010 verliehen.

Werner Hostettler

Vor neun Jahren gegründet, will die Stiftung pro Fricktal «mit Geld aus dem Fricktal im Fricktal etwas bewegen». Auf den Anlass Bezug nehmend, stellte Stiftungspräsident Heinz Schmid, Frick, gestern Sonntag fest: «Wir verfolgen ähnliche Ziele wie Peter Bircher und die von ihm ins Leben gerufenen Organisationen. Wir wollen Projekten zum Durchbruch verhelfen und zum Erhalt des fricktalischen Lebensraums beitragen.»

Vor einigen Jahren hatte der Stiftungsrat beschlossen, Persönlichkeiten mit besonderen Verdiensten für das Fricktal mit einem Preis auszuzeichnen. Der mit 5000 Franken dotierte Fricktalerpreis hat laut Heinz Schmid «nicht den Zweck, den Preisträger Peter Bircher reich zu machen, soll aber ein symbolisches Dankeschön sein für alles, was er bisher für das Fricktal geleistet hat und zweifellos auch in der Zukunft noch leisten wird».

In seiner Laudatio bezeichnete Heinz Schmid die von Peter Bircher bisher erbrachten Leistungen als gewaltig: «Gute Ideen zu haben, ist das eine, sie beharrlich und erfolgreich umzusetzen, aber eine Kunst, die nur wenige so gut beherrschen wie er.»

Adelstitel Mister Fricktal

Darum habe er den gelegentlich verwendeten Adelstitel «Mister Fricktal» auch tatsächlich verdient. Die Stiftung Pro Fricktal danke ihm ganz herzlich «für die riesige Arbeit, die er im Interesse des Fricktals auf sich genommen hat – mit eingeschlossen auch die im Hintergrund wirkende Gattin Avita».

Der am 1. Juni 1939 in Wölflinswil geborene und auf einem Bauernhof aufgewachsene Preisträger verdankte die Ehrung und stellte fest: «Ich wer-
de den Preis in meiner Heimat- und Wohngemeinde für das Projekt ‹Dorf-Natur-Kultur› einsetzen. Oder anders gesagt geht der Preis mit gutem Grund wieder an die Allgemeinheit zurück.»

Er habe wohl, so Peter Bircher, einige Ideen gezündet, Projekte begleitet oder in einem hartnäckig geführten offenen Prozess etwas in Bewegung bringen können, aber: «Ich bleibe bei meiner Aussage; ich habe nur nach besten Kräften und Möglichkeiten meinen Beitrag zur Verwirklichung geleistet.»

Als Beispiel nannte Bircher das von typischer Kooperation geprägte «Eisenweg- und Bergwerkprojekt», das er als «Dreiklang-Projekt» aufnahm, einen Trägerverein gründete und vorantrieb.

Der Kanton Aargau als Kanton der Regionen sei auf regionale Kräfte angewiesen: «Der Kanton als Verbundwerk hat eine Ausgleichsfunktion wahrzunehmen und vor allem muss er grosszügig unterstützen und helfen, wo ihm regionale Trägerorganisationen wie beispielsweise Dreiklang/Jurapark oder der Verein Eisen und Bergwerke viele Sorgen für Betrieb und Unterhalt abnehmen.»

Als Ermunterung, das Projekt «Zurück in den Stollen» mit Elan weiterzuführen, spendet die Stiftung Pro Fricktal dem Verein Eisen und Bergwerke 5000 Franken. Heinz Schmid: «Es ist ein hochgestecktes Ziel, das noch viel Einsatz und Teamgeist erfordert.» Aber Peter Bircher habe es vorgemacht: «Dranbleiben, sich nie entmutigen lassen und an den Erfolg glauben.»

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