Die Gratiszeitungen "20 Minuten" und "News" übernahmen den von Schweiz Tourismus ausgeheckten Aprilscherz: Markante Berggipfel müssten von Vogelkot befreit werden, um die drohende Flaute im Tourismus abzuwenden.

Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück machte auch als Aprilscherz Schlagzeilen: Er habe nach dem Bankgeheimnis in der Streuwürze ein neues Schweizer Übel entdeckt, behauptete der "Anzeiger Luzern". Steinbrück lasse in Deutschland das Schweizer Produkt "Aromat" verbieten, weil es dick mache.

Brisante Informationen lagen "Radio Top" vor: Der Sender fand heraus, dass Peer Steinbrück möglicherweise Steuern in der Schweiz hinterziehe. Seine Frau Gertrud besitze in Seuzach bei Winterthur einen Zweitwohnsitz. Die Seuzacher Steuerbehörde prüfe nun eine Untersuchung.

Das "Solothurner Tagblatt" berichtete von einem sensationellen Fund: Auf dem Bahnhofplatz Solothurn hätten Archäologen das Skelett eines riesigen Amtsschimmels ausgegraben. Um das Skelett der Öffentlichkeit zu zeigen, solle im Rathaus ein Museum eingerichtet werden.

In der Schweiz würden die Postleitzahlen von vier auf fünf Stellen erweitert, berichtete "Radio Argovia" als Aprilscherz. Mit der Umstellung im kommenden Jahr erfülle die Schweiz einem Wunsch der EU. Im Radiobeitrag rief ein Aargauer FDP-Grossrat bereits zum Boykott auf.

Die Graubündner Kantonalbank vollziehe einen radikalen Systemwechsel, meldete "Die Südostschweiz" auf der Frontseite. Private und Behörden könnten künftig Einblick in alle Kundendaten nehmen. Das Bankgeheimnis werde es nur noch auf Verlangen und gegen Registrierung geben.

Das Bankgeheimnis war auch in der Westschweiz Gegenstand eines Aprilscherzes. Der Genfer "Courrier" meldete, die Kantonalbank wolle auf einer der Rhone-Inseln einen "offshore"-Bankenplatz einrichten, ein Steuerparadies ähnlich den britischen Kanalinseln.