In Mecklenburg-Vorpommern blieb der Ansturm auf Gesundheitsämter und Arztpraxen in der ersten Tageshälfte aus. In Neubrandenburg äusserte sich die Leiterin des Gesundheitsamtes, Ramona Berthold, enttäuscht. Sie habe die Mitarbeiter von Feuerwehr und Pflegeheimen eingeladen, in den ersten drei Stunden seien jedoch nur 15 Impfwillige gekommen.

Auch in Thüringen begann die Impfaktion verhalten. Die Bereitschaft von Berufsgruppen wie niedergelassenen Ärzten, Apothekern oder Feuerwehrleuten, sich impfen zu lassen, sei bislang eher gering, teilte das Gesundheitsamt Suhl mit.

In Berlin sollte in der Universitätsklinik Charité und den Gesundheitsämtern zunächst sogenanntes Schlüsselpersonal wie Ärzte, Krankenschwestern und Sicherheitskräfte geimpft werden. 130'000 Berliner zählen zum Schlüsselpersonal - das sind rund vier Prozent der Bevölkerung.

Nach ihnen werden chronisch Kranke und Schwangere geimpft, dann alle anderen. In den meisten Bundesländern können sich alle Bürger von Anfang oder Mitte November an impfen lassen. In Deutschland ist die Impfung kostenlos, es fällt auch keine Praxisgebühr an. Eine Impfpflicht besteht nicht.

Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) rief nochmals zur Impfung auf.

In der Schweiz kann laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Impfung Anfang November beginnen. Am Freitag informiert das BAG zusammen mit der Arzneimittelbehörde swissmedic darüber. Bevor die Impfung erfolgen kann, muss swissmedic eine Bewilligung für den Impfstoff erteilen.